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Unzufrieden mit dem Internetanbieter? Dann wird es Zeit fĂŒr einen Wechsel!

Wer auf der Suche nach Themen fĂŒr den Smalltalk ist, bekommt in einschlĂ€giger Fachliteratur hĂ€ufig das Wetter, Haustiere, den Job oder die Familie vorgeschlagen. Ich bin der festen Überzeugung, dass heutzutage auch das Internet, oder noch spezieller der Internetanbieter ein Thema ist, mit dem mit anderen Leuten eine Verbindung schaffen kann. Es gibt nur wenige, mit denen man allumfĂ€nglich zufrieden sein kann. Und seien wir mal ehrlich: lĂ€stern tun wir Menschen doch generell gern, vor allem, wenn wir es nicht allein tun.

Das Traurige daran: die LĂ€sterei kommt nicht von ungefĂ€hr. Denn so ziemlich jeder hat schon einmal schlechte Erfahrungen mit Internetprovidern gemacht. Und damit meine ich nicht ausschließlich die Anbieter fĂŒr den Heim- und Hausgebrauch, also die DSL-Anbieter fĂŒr zu Hause. Nein, auch bei den Mobilfunkanbietern gibt es große qualitative Unterschiede. Streitthemen, um die es bei der Unzufriedenheit mit dem Internetanbieter geht, sind beispielsweise:

  • Langsamere Geschwindigkeit als zugesichert (leider sehr hĂ€ufig)
  • Schlechte VerfĂŒgbarkeit (nicht nur beim Mobilfunk, auch beim DSL leider immer noch sehr verbreitet)
  • Schlechter bis sehr schlechter Service
  • Drosselung der Bandbreite
  • Probleme mit dem Vertrag generell (Rechnungen, Gutschriften, 
)
  • Sperrung von Websites (ja, auch so etwas gibt es)
  • Sehr hohe Preise
  • Geringes Datenvolumen (vor allem im Mobilfunk)
  • Vergleiche mit den Leistungen anderer Anbieter im Freundeskreis

Eine schöne Auswahl an Dingen, ĂŒber die sich lĂ€stern und schimpfen lĂ€sst. Selbst im D1-Netz kommt es ab und zu vor, dass man an einem Ort ankommt, an dem man einfach keinen Empfang hat. Interessanterweise gehen an diesen Orten hĂ€ufig auch die Bewohner noch mit ihren alten 28.8k- oder 56k-Modems ins Internet. Die wenigen GlĂŒcklichen haben ISDN. In solchen Momenten fĂŒhlt man sich tatsĂ€chlich in der Zeit zurĂŒckkatapultiert. Der Erfahrung ist aber auch eine sehr interessante: Moderne Websites lassen sich mit solchen Verbindungen gar nicht mehr vernĂŒnftig ansehen. Da kann Google noch so laut „Content is King“ rufen.

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Langsames Internet behindert den Fortschritt

In Zeiten, in denen eine einzelne Seite im Internet 1MB und grĂ¶ĂŸer ist, kann man sich schnell ausrechnen, wie lange ein 56k-Modem braucht, um die Seite zu laden. Im Schnitt schaffen die GerĂ€te 4-5kb/sek (jawohl, 4kb/sek von den theoretischen 6,8 kb/sek!), was bedeutet, dass eine Seite mit 1MB (und das ist tatsĂ€chlich sehr selten) geschlagene 200 Sekunden. Das sind ĂŒber 3 Minuten, in einer Zeit, in der wir ĂŒber performante Webseiten reden, die möglichst in weniger als einer Sekunde (!!!) geladen werden sollen. Auch das ist nur Theorie, denn viele Anfragen und Downloads von Ressourcen laufen bei einer solch geringen Geschwindigkeit in Timeouts, so dass Webseiten auch gerne sehr fragmentiert aussehen können, weil Skripte, Stylesheets, etc. nicht geladen werden kann. Aus diesem Grund gibt es bei Facebook den 2G-Tuesday, an dem alle Mitarbeiter nur mit 2G ins Internet dĂŒrfen. Das heißt, sie erfahren, was es heißt, das Internet mit 53 – 220kbit nutzen zu mĂŒssen. Der Redakteur Andrew Spaulding geißelte sich im Selbstversuch eine Woche lang mit einem 56k-Modem. Seine Erlebnisse hat er hier niedergeschrieben: http://www.hopesandfears.com/hopes/now/experiment/168739-56kb-for-a-week

Zum Breitbandausbau in Deutschland gibt es spĂ€ter noch mehr. Als Einleitung soll es aber ausreichen: So ziemlich jeder ist oder war einmal mit „seinem“ Internet unzufrieden. Aber anstatt nur zu schimpfen und uns mit anderen meckernd auszutauschen, sollten wir in den sauren Apfel beißen und ĂŒber einen Wechsel nachdenken. Ich werde jetzt nicht behaupten, dass der nĂ€chste Internetanbieter besser ist. Oh nein! Es ist tatsĂ€chlich möglich, dass man sich durch mehrere durchprobieren muss, bis der perfekte gefunden ist. Aber: Das Leben ist zu kurz fĂŒr schlechtes Internet.

Dazu aber spÀter noch mehr.

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Breitbandausbau in Deutschland – Ist ein Anbieterwechsel sinnvoll?

Wenn man ĂŒber die Breitband-Versorgung innerhalb Deutschlands diskutiert, prallen zwei Welten aufeinander. Auf der einen Seite stehen die Politiker, die zwar den weiteren Ausbau forcieren, aber die momentane Situation schönreden wollen. Denn rein auf der Karte sieht die Versorgung mit schnellem Internet in Deutschland gar nicht so schlecht aus. Das kann man sogar auf einer interaktiven Karte des BMVI nachschauen. Sieht doch gar nicht so schlecht aus. Mindestens 75% der deutschen StĂ€dte sollten Internet mit mindestens 16 Mbit besitzen. In den Metropolen sind es sogar ĂŒber 95%. Der Osten des Landes, also die neuen BundeslĂ€nder hinken dem Schnitt etwas hinterher. Von einem Engpass merken meist auch diejenigen nichts, bei denen das Prinzip Plug&Play einfach funktioniert: Man bestellt einfach seinen Internetanschluss und alles funktioniert wie angegeben. Nur leider ist das nicht in allen FĂ€llen der Fall. Die 16 Mbit habe ich exemplarisch einmal gewĂ€hlt, da sie fĂŒr die gĂ€ngigsten Internetdienste und darĂŒber hinaus ausreichen sollte. Alles ĂŒber 100 Mbit ist in meinen Augen fĂŒr die normale Internetnutzung nicht zwingend nötig, außer, es greifen gleichzeitig sehr viele Parteien darauf zu.

DSL / VDSL

Nun haben wir auf der anderen Seite die Parteien, die tatsĂ€chlich mit weniger als 2 Mbit unterwegs sind oder sogar noch weniger, was sogar in das Schmalband fĂ€llt. Einige davon sind sogar noch auf Modems angewiesen, vor allem in den lĂ€ndlichen Regionen. Diejenigen wĂŒrden bei Weitem nicht davon ausgehen, dass der Breitbandausbau in Deutschland weit fortgeschritten ist. Ich auch nicht, was meine Probleme mit konstantem und verlĂ€sslichem Internetzugang bestĂ€tigen. Und auch der Vergleich mit anderen LĂ€ndern hinkt stark. Nehmen wir Japan oder SĂŒdkorea, dort sind ĂŒber 75% der BĂŒrger mit Glasfaser unterwegs. Wir hinken nicht nur in Europa, sondern im weltweitem Vergleich stark beim Ausbau des schnellen Internets fĂŒr alle hinterher. Doch wieso ist das so? Jahr fĂŒr Jahr verspricht die Politik, den Breitbandausbau stark zu forcieren. Ende 2018 sollte es eine Vollversorgung (!!) aller Haushalte mit mehr als 50 Mbit geben. Das Problem ist der Ausbau selbst. Zwar nicht das Verlegen von Leitungen generell, sondern den Umbau der letzten Meile. TatsĂ€chlich sind die Hauptleitungen gut mit Glasfaser versorgt, allerdings sind die Zuleitungen zu den (Mehrfamilien-) HĂ€usern und die Leitungen innerhalb noch mit Kupferleitungen verlegt, so dass bis zum Haus theoretisch immense Geschwindigkeit kommt, die dann aber technisch bedingt stark gedrosselt wird. Das bedeutet, dass nicht zwingend nur die Gemeinden dafĂŒr zustĂ€ndig sind, dass schnelle Internetleitungen in den Wohnungen ankommen, sondern auch die Vermieter selbst.

Förderung des Internet-Breitbandausbaus

In der Theorie stehen mehrere Milliarden Fördergelder fĂŒr den Ausbau zur VerfĂŒgung und mĂŒssten „nur“ abgerufen werden. Die Antragstellung ist jedoch so kompliziert und langwierig, dass weder die Gemeinden selbst (fĂŒr die Versorgung zu den HĂ€usern), noch die Vermieter (fĂŒr die Versorgung innerhalb der HĂ€user) diese Zeit auf sich nehmen wollen. Letztendlich wĂŒrden auch einige Mieter protestieren und Mietminderungen verlangen, wenn Arbeiten innerhalb der MehrfamilienhĂ€user stattfinden. Diese Kosten wollen alle irgendwie getragen werden und Ausbau des Internets steht auf Vermieterseite eben nicht ganz oben auf der PrioritĂ€tenliste, solange denn nur ĂŒberhaupt Internet ankommt. Zumal die Auszahlung der Fördermittel erst stattfindet, sobald der erste Bauabschnitt beendet wurde. Das heißt, am Anfang muss man noch selbst investieren und kann nicht sofort mit den Fördergeldern loslegen. Doch nicht nur die Privathaushalte trifft es hart. Ein Drittel aller Gewerbegebiete ist mit schnellem Internet unterversorgt. Das sorgt natĂŒrlich dafĂŒr, dass sich neue Firmen (und damit sind nicht nur Startups der New Economy gemeint) eher auf Ballungszentren stĂŒrzen, in denen sie schnelle InternetzugĂ€nge bekommen. Das ist auch logisch, wenn das GeschĂ€ft ohne Internet de facto nicht vorhanden ist und alle nur DĂ€umchen drehen wĂŒrden. Somit sterben Gewerbegebiete aus, in denen es keine schnellen InternetanschlĂŒsse gibt.

Kupfer-Verbundung fĂŒr DSL Internet und TelefonEin Riesennachteil ist auch die Möglichkeit des Vectoring. Hiermit könne n aus den alten Kupferleitungen noch maximal 100 Mbit gequetscht werden. Einer der GrĂŒnde, wieso bei vielen Anbietern ĂŒber die Telefonleitung maximal 100 Mbit bestellt werden können. Da der Durchschnittshaushalt aber mit 15 Mbit eigentlich zufrieden ist, besteht hinsichtlich der Nachfrage gar kein Bedarf, weitlĂ€ufig Glasfaser zu verlegen.

Doch selbst wenn von allen Seiten der Wille vorhanden wĂ€re und jeder Beteiligte EinschrĂ€nkungen wĂ€hrend des Ausbaus in Kauf nehmen wĂŒrde, wĂ€re der Umbau nicht von heute auf morgen erledigt. Experten gehen von mindestens 10, wenn nicht mehr Jahren fĂŒr den Vollausbau aus. So kann man tatsĂ€chlich von einem Internetanbieter zum nĂ€chsten wechseln. Es bringt nichts. Wenn die technische Grundlage nicht vorhanden ist, kann nicht viel getan werden und der Wechsel nutzt wenig. Was sich gegebenenfalls lohnen wĂŒrde, wĂ€re der Wechsel auf eine komplett andere Technik. Wenn beispielsweise die Kabelleitungen nicht fĂŒr schnelles Internet ausgelegt sind, aber das LTE-Signal super ist, könnte man, bei moderater Nutzung auch ĂŒber eine Mobilfunkverbindung nachdenken. Leider sind diese mit unlimitiertem Datenvolumen noch sehr teuer. O2 wagte hier den ersten bezahlbaren Schritt mit 60 EUR/Monat (zum Vergleich: Telekom 80 EUR/Monat).

Mobilfunk

Doch wie sieht der LTE-Ausbau, also der Ausbau mit schnellem Internet eigentlich auf der Mobilfunkseite aus? Man hört immer wieder von schlechten Erreichbarkeiten. Mein Handy ĂŒbersteht lĂ€ngere Autofahrten nur, wenn ich vorher das WLAN adeaktiviere und ausschließlich ins GSM-Netz gehe. Ich bin bei o2 (und ja, mein Handy ist 5 Jahre alt unter der Akku runter 🙂 ) und Autobahnfahrten sind, was den Empfang angeht, die Hölle. StĂ€ndig wechselt mein Handy von absolutem Nullempfang zu EDGE, dann mal zu HSDPA, selten mal LTE. Vorrangig aber EDGE, was Navigation echt schwer macht. Das ist vorrangig meine eigene Schuld, stört mich aber nicht immens. Ich bin nicht so viel unterwegs und an meinen Hauptstandorten habe ich tatsĂ€chlich guten LTE-Empfang. Theoretisch könnte ich zu Vodafone oder der Telekom wechseln, bin aber im Großen und Ganzen fĂŒr meine Nutzungsgewohnheiten zufrieden.

Mobilfunkausbau schneller als DSL

Smartphone Nutzung fĂŒr mobiles Internet - Menschen mit SmartphonesGenerell muss man sagen, dass der Ausbau des mobilen schnellen Internets weitaus besser und schneller vorangeht als der DSL-Ausbau, der doch sehr ins Stocken geraten ist. Nach der Inbetriebnahme von 300 neuen Sendern Anfang 2019 möchte die Telekom bis Ende 2019 etwa 98% der deutschen Bevölkerung mit LTE erreichen. Vergleicht man das mit den etwa 20% der Haushalte und BĂŒroflĂ€chen, die keinen Breitbandanschluss haben, ist diese Zahl enorm und stellt tatsĂ€chlich eine echte Alternative dar. Trotzdem sollte man genauestens prĂŒfen, ob am eigenen Standort durch andere Anbieter nicht doch ein sinnvoller DSL-Anschluss buchbar ist.

Auch Vodafone will 2019 den LTE-Ausbau vorantreiben und sowohl neue Sender als auch Antennen installieren, um mehr als die Ende 2018 gemeldeten 93% der deutschen Bevölkerung erreichen zu können.

Bei TelefĂłnica sieht die Sache etwas anders aus. Das zusammengeschlossene Netz aus o2 und E-Plus deckt mittlerweile zwar sehr viel mehr FlĂ€che ab, als es vor dem Zusammenschluss noch der Fall war, aber der Ausbau geht schleppend voran. Deswegen hĂ€lt sich der Konzern, was den weiteren Ausbau betrifft noch bedeckt (Stand 2019). Man munkelt von einer etwa 89%igen LTE-Abdeckung. GefĂŒhlt ist es in meinen Augen aber eher weniger.

Das ist vor allem unter der Maßgabe kritisch, da sich die Anbieter bei der Frequenzauktion 2015 verpflichtet haben, bis Ende 2019 fĂŒr eine Netzabdeckung von 98% mit einer Geschwindigkeit von 50 Mbit zu sorgen. Die Telekom ist auf dem besten Weg, wenn sie es nicht sogar schon erreicht hat. FĂŒr Vodafone ist das Ziel in greifbarer NĂ€he, deswegen ist die Frage, wie o2 mit dieser Verpflichtung noch umgehen wird.

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Das Internet im Allgemeinen

Das Internet, wie wir es heute kennen, existiert noch gar nicht so lange. Und wir befinden uns auch (immer noch) in einer Zeit des Umbruchs und der Weiterentwicklung. FĂŒr uns Privatanwender immerhin schon seit rund 25 Jahren.

Ich will jetzt niemanden mit der allgemeinen Geschichte des Internet nerven, die man ja auch bei Wikipedia nachlesen kann. Ganz allgemein wurde das Internet natĂŒrlich (wie so vieles) nicht fĂŒr dem Heimgebrauch entwickelt, sondern fĂŒr den wissenschaftlichen Bereich. Moment, die Wissenschaft? Kommen solche Erfindungen denn nicht of aus dem militĂ€rischen Bereich? Ja, GPS beispielsweise ist eine Erfindung die ursprĂŒnglich dem MilitĂ€r vorbehalten war, mittlerweile aber in so ziemlich jedes Auto und jedes Smartphone Einzug gehalten hat. Ebenso wie das Internet, dessen Grundlage aber tatsĂ€chlich nicht militĂ€rischer Natur entsprach.

Arpanet – Internetzugang fĂŒr die Wissenschaft

Das Arpanet, wie es frĂŒher hieß, sollte wissenschaftliche Großrechner miteinander verbinden, um Informationen schneller austauschen und abrufen zu können. Stichwort „Großrechner“: Der Name war damals tatsĂ€chlich noch Programm. Wir bewegen uns hier in der Zeit zwischen dem Ende der 1960er Jahre in die Mitte der 1970er Jahre. Da nahmen leistungsfĂ€hige Rechner gerne noch einen halben Raum ein, wĂ€hrend man heutzutage auf einem solchen Bereich eine Serverfarm mit Hunderten von Rechnern betreiben kann. Soviel zum Thema Weiterentwicklung. Doch weiter im Text: Vor allem die Zeit, in der das Internet entwickelt wurde, deutet doch darauf hin, dass einer der  HintergrĂŒnde gar nicht so unmilitĂ€rischer Natur war. Der Kalte Krieg war in Ost und West allgegenwĂ€rtig und bei beiden Parteien herrschte große Furcht vor dem Feind „von drĂŒben“. Vor allem fĂŒrchtete man AtomschlĂ€ge und den vollstĂ€ndigen Verlust der Kommunikation. Aus diesem Grund sollten mehrere Rechner miteinander vernetzt werden, so dass der Ausfall eines Rechners nicht den Ausfall des kompletten Kommunikationssystems und den Wegfall jeglicher Informationen bedeutete. Anfangs ging es vorrangig um den Austausch von Dateien (Telnet, FTP) und Informationen (Telnet, E-Mail), spĂ€ter in den 1980er Jahren kam es zu technischen Umstellungen, die das Internet leistungsfĂ€higer machten. Daher auch die NamensĂ€nderung von Arpanet hin zu Internet. Mit der LeistungsfĂ€higkeit nahm auch die ZugĂ€nglichkeit zu und so setzten immer mehr UniversitĂ€ten auf den technischen Informationsaustausch, vor allem im nun möglichen Usenet, dem VorgĂ€nger der modernen Foren, in dem auch Dateien ausgetauscht werden konnten.

Kommerzialisierung des Internets

Gegebenenfalls ist es schon aufgefallen: Der Großteil des Internets hat mit Wissenschaft nicht mehr viel zu tun. Wie so oft erkannte die Wirtschaft die enorme Macht, die hinter einem stĂ€ndig erreichbaren Netz steckt. Ebenso die Politik. Google selbst empfiehlt nicht einmal, auf einer Webseite heute noch riesige wissenschaftliche Studien oder Statistiken zu veröffentlichen. Eine PrĂŒfungsfrage aus dem Test zu den Grundlagen des Onlinemarketings:

Welche der folgenden Angaben sind fĂŒr Ihre Website nicht empfehlenswert?

  • Preise
  • Viele ausfĂŒhrliche wissenschaftliche Informationen und detaillierte Statistiken
  • Sonderangebote
  • Zertifikate, die Ihre Qualifikation fĂŒr den angebotenen Dienst belegen

Die korrekte Antwort ist fett markiert. 😊 Und so kam es, wie es kommen musste, das Internet wurde Anfang der 1990er jedem zugĂ€nglich gemacht. Und es eroberte alle im Sturm. Klar, denn Firmen erhielten einerseits mehr Transparenz ĂŒber den Markt, konnten Daten leichter austauschen und natĂŒrlich die Endkunden viel einfacher erreichen (heute leider viel zu leicht, wenn man an Anzeigen, Remarketing, Spam oder Newsletter denkt).

Zeitreise in das Jahr 1994

Ich erinnere mich noch genau, als ich mit zarten 14 Jahren meinen ersten Computer bekam. Das war 1994. Insgeheim wollte ich den nur zum Spielen, aber zu dieser Zeit konnte man die Eltern noch gut herumkriegen mit „Der bringt mir enorme Vorteile in der Schule, echt!“. Und so kam es, wie es kommen musste, der 486 DX4/100 mit immensen 8MB RAM fand seinen Weg in mein Zimmer. Kurz darauf auch ein Modem, mit dem die PC Games Mailbox und diverse weitere Mailboxen durchforstet wurden, bis T-Online fĂŒr den Heimgebrauch endlich erschwinglich wurde (~1996). Zu dieser Zeit konnte man T-Online auf zweierlei Arten nutzen: einerseits das gute alte BTX (Bildschirmtext), andererseits ĂŒber eine Art BrĂŒcke ins WWW. Ich erinnere mich noch gut, als ich mit immensen 2,5kb/sek durch das Internet huschte (spĂ€ter 3,6kb/sek dank 56kbit-Modem).

„Kannst du mal bitte aus dem Internet gehen? Ich will telefonieren!”

Und wer schon zu dieser Zeit online war, kennt sicher noch das GebrĂŒll aus den anderen Zimmern „Kannst du mal bitte aus dem Internet gehen? Ich will telefonieren!“. Wer kein ISDN sein eigen nannte, teilte sich einen Telefonanschluss. Und wenn dieser belegt war, konnte man nicht telefonieren oder eben sich nicht ins Internet einwĂ€hlen. Heutzutage tatsĂ€chlich kaum mehr denkbar, aber in einigen lĂ€ndlichen Regionen tatsĂ€chlich noch Gang und GĂ€be. Ich erinnere mich auch noch gut, dass ich es oft genug mit der Internetnutzung ĂŒbertrieb und immer versuchte, vor meiner Mutter daheim zu sein, um die Telefonrechnung aus dem Briefkasten zu fischen. Flarates gab es damals noch nicht und so wurde fĂŒr jede verbundene Minute ein exorbitant hoher Betrag abgerechnet. An dieser Stelle ein Dank an meine Mutter, die zwar hĂ€ufiger versucht hat, mir den Internet-Saft abzudrehen, die Drohung aber nie wahrmachte.

Stapel Floppy-Disketten 1,4" aus den 90ernAuch damals war der Wechsel des Internetanbieters schon ein Thema. Anfangs nahmen sich die verschiedenen Anbieter preislich nicht viel. Aber als die ersten Anbieter mit Flatrates den Markt eroberten, ging der Wettbewerb erst richtig los. Ich erinnere mich noch gut, als ich meine Mutter recht leicht zu einer Flatrate zu 79 DM ĂŒberreden konnte, da dieser Betrag ein Bruchteil meiner damaligen Telefonrechnungen war. Es sorgte selbstverstĂ€ndlich fĂŒr noch mehr besetzte Telefonleitungen, da ich mich die ganze Zeit im Internet aufhielt, aber zumindest musste ich nicht mehr mit pochendem Herzen die Telefonrechnungen aus dem Briefkasten holen und nicht mehr penibel auf die Uhr schauen, wenn ich mich ins WWW begab.

Zeitreise Ende

Heutzutage ist das Internet nicht mehr wegzudenken. Sehr viele Services greifen (manchmal unbemerkt oder sogar nicht gewĂŒnscht) aufs Internet zurĂŒck. Nachdem immer mehr Menschen in das Internet strömten und sich eine riesige Flut an Diensten im Web etablierten, entstand in den Menschen immer mehr der Drang, selbst zum Internet beizutragen. Meine erste Website erblickte 1997 das Licht der Welt, damals noch im Zuge der kostenlosen Homepage, die jedem T-Online-Nutzer zur VerfĂŒgung gestellt wurde (1MB Webspace, yeah!). Es kam nur darauf an, ĂŒberhaupt im Netz vertreten zu sein. Analytics-Software steckte noch in den Kinderschuhen und an eine kostenlose Nutzung fĂŒr Privatanwender (Danke Google fĂŒr Google Analytics!) war noch lange nicht zu denken. Das heißt, niemand wusste so recht, wer die Website ĂŒberhaupt besuchte. Es gab kostenlose Counter, die die Menge an Besuchern zĂ€hlte, aber mehr auch nicht. Ich erinnere mich noch, wie einige meiner Mitstreiter auf ihre Webseiten diese kostenlosen Counter setzten und dann kontinuierlich die Seiten neu luden, um eine stark frequentierte Website zu simulieren.

Web 2.0 – Das Mitmach-Internet

Wie dem auch sei, es entstand der Drang, selbst irgendwie zum Internet beizutragen, was schließlich im Web 2.0 gipfelte: dem Mitmach-Internet. Open Source Software kam auf und Content Management Systeme wurden immer leichter bedienbarer und somit zugĂ€nglicher. So um 2005 herum (nach dem großem E-Commerce-Crash 2000) kamen die ersten Blogs auf und Privatleute, nicht Firmen mit großer Reichweite befĂŒllten das Internet mit Inhalten. Der Grundstein fĂŒr das heutige Internet war gelegt.

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Internet – eine ganz selbstverstĂ€ndliche Sache

Das Internet fĂŒr uns heutzutage selbstverstĂ€ndlich. Wir leben in einer Informationsgesellschaft. WĂ€hrend frĂŒher nur Universalgenies durch ihre umfassende Spezial- und Allgemeinbildung auf nahezu alles eine Antwort hatten, kann heutzutage fast jeder als Universalgenie gelten, wenn er gerade nur ein Handy parat hat. Das Internet und die AllgegenwĂ€rtigkeit von Informationen hat die Gesellschaft tiefgreifend verĂ€ndert, sowohl zum Schlechten als auch zum Guten. Kaum einer kann sich heute mehr etwas merken, aber weiß genau wo es steht. Das ist genau das, was letztlich die Hochschulen erreichen wollen: die Grundlagen vermitteln und die Kenntnis darĂŒber, wo aktuellere Informationen schnell und effizient abgerufen werden können (nein, nicht Wikipedia 😉 )

Der letzte Abschnitt klĂ€rte „ein wenig“ darĂŒber auf, welchen Weg das Internet genommen hat, um in seiner jetzigen Form fĂŒr uns erreichbar zu sein. Über Internetanbieter, oder Internetprovider. Denn „von selbst“ funktioniert hier immer noch nichts. 😊 Doch wissen wir ĂŒberhaupt, fĂŒr was wir das Internet heutzutage alles nutzen?

Zu „meiner“ Zeit damals war irgendwie noch alles klar. Internet gab es nur, nachdem mal sich irgendwo eingewĂ€hlt hatte, zufĂ€llig griff kein GerĂ€t auf das Internet zu. Und mobiles Internet 
 dafĂŒr gab es nahezu noch keine Anbieter. Ich schließe hier absichtlich WAP aus, da das in meinen Augen nicht einmal als Zwischenlösung zĂ€hlt, denn ĂŒber einen EUR pro ĂŒbertragenes MB 
 wer hat das denn damals bitteschön genutzt?

Das Internet als Service und die Kommerzialisierung

Wie schon erwĂ€hnt, hat der Kommerz das Internet erobert. Schon aufgrund meines ehemaligen Jobs in einer IT-Agentur weiß ich, dass das komplette Internet voll mit Online-Shops ist. Die einen mit legaler Gewinnabsicht, die anderen mit Betrugsabsicht. Aber immerhin gibt es sie. Aber die Transparenz ist fĂŒr die Nutzer immens gestiegen. GefĂ€llt mir die Website nicht oder lĂ€dt sie nicht schnell, ist die Konkurrenz in der Regel nur einen Klick entfernt. Service ist das Stichwort, mit dem Shops heutzutage noch punkten können.

Smartphone Bildschirm mit verschiedenen Apps als Internet-ServicesSchweife ich gerade ab? Ja, ein bisschen. Aber das Wort „Service“ ist ein gutes Stichwort, das ich brauchte. Service ist nĂ€mlich das, wozu das Internet heutzutage genutzt wird. Ich suche Informationen. Das Internet dient als Service, diese zu finden. Ich brauche ĂŒberhaupt erst einmal Zugang zum Internet? Ein Internetanbieter bietet mir den Service, hineinzukommen („Bin ich schon drin? Das war ja einfach“ Boris Becker). Das Klopapier ist alle? Ein Onlineshop bietet mir den Service, den Bedarf wieder zu decken. Mir ist gerade nach Zerstreuung? Diverse Online-Games oder aber Video on Demand Services stehen mir mit Rat und Tat zur Seite. Und das alles komplett selbstverstĂ€ndlich. Ohne, dass ich mir Gedanken darĂŒber mache, dass das ja alles vernetzt ist und ohne Internet nicht funktionieren wĂŒrde. Wie sehr wir uns vom Internet abhĂ€ngig machen, merken wir meist erst, wenn es einmal nicht funktioniert. Nachfolgend möchte ich einen kleinen (bei weitem nicht umfassenden) Einblick geben, was wir alles im alltĂ€glichen Gebrauch verwenden, ohne uns darĂŒber Gedanken zu machen, dass das alles Online stattfindet und ohne Internet plötzlich nicht mehr funktioniert:

Chat / Messaging

Verschiedene Messenger auf Smartphone: Whatsapp, Messenger, HangoutsFrĂŒher verstand man unter Chat Services wie ICQ, Yahoo oder MSN Messenger. Heutzutage ist höchstens noch Skype mit diesen althergebrachten Services vergleichbar. Obwohl Skypes Kernthema die Telefonie oder Videotelefonie ist. Das moderne Chatten erfolgt ĂŒber Messenger wie Whatsapp, Telegram, Threema etc. Doch auch Twitter oder der Facebook Messenger schlagen in diese Kerbe. Letztendlich geht es darum in Kontakt zu bleiben. SMS bietet leider nur die Kommunikation zwischen zwei Personen, Messenger erweitern dies hin zu Gruppen, so dass Gruppen von Personen miteinander in Kontakt bleiben können. All das funktioniert aber nur ĂŒber das Internet. Kein Internet, kein Messaging. Und dies ist heute ein sehr wichtiges Kommunikationsmedium. Wenn es also hĂ€ufig zu AusfĂ€llen kommt, lohnt es sich, ĂŒber einen Wechsel des Internetproviders nachzudenken.

Telefonie / VoIP

Viele wissen es gar nicht, dass ihr Telefon ĂŒber Voice over IP lĂ€uft. Irgendwo ganz tief im Kleingedruckten des Vertrages steht es. Generell ist VoIP auch nichts Schlechtes. Es heißt einfach nur, dass die Telefonie nicht ĂŒber das normale analoge oder digitale Netz lĂ€uft, sondern eben die Sprachsignale per Internet bzw. ĂŒber die gleiche Leitung wie die Internetdaten ĂŒbertragen werden. Ist allerdings der Internetanschluss unzureichend, kann man Voice over IP vergessen. Meine persönlichen Erfahrungen mit PYUR schildere ich in einem separaten Kapitel, aber jegliche TelefonanschlĂŒsse, die ĂŒber die Multimediadose funktionieren, können nur ĂŒber Voice over IP bewerkstelligt werden. Wenn dann von den versprochenen 200 Mbit aber nur 5 Mbit oder weniger ankommen, kann man Voice over IP bei gleichzeitiger Internetnutzung eigentlich vergessen. Bei der Bestellung des Telefonanschlusses sollte man also penibel darauf achten, welche Bandbreite man in seinem Gebiet im Schnitt angeboten bekommt und ob sich ein Telefonanschluss ĂŒber diese Bandbreite auch lohnt.

Hier lohnt es sich, tatsĂ€chlich mehrere Dienstleister durchzuprobieren, denn wenn die vertraglich zugesicherte Leistung nicht erreicht wird, besteht immer ein SonderkĂŒndigungsrecht. Ich weiß, es ist nervig, stĂ€ndig zu bestellen und zu kĂŒndigen, aber gerade bei uns im Internet-Neuland kommt man hier nicht drum herum. Wer nicht auf das Festnetz-Telefon angewiesen, da er vorrangig das Handy zum Telefonieren nutzt, dem kann die EinschrĂ€nkung freilich egal sein.

Netflix / Video on Demand

Netflix Logo auf Smart-TV mit Becher im VordergrundEin wichtiger Punkt, der erst in den letzten Jahren sehr stark an Bedeutung gewonnen hat, ist Video on Demand, bzw. Video-Flatrates wie Netflix, Amazon Prime oder maxdome. Vorher konnte höchstens Sky das gestiegene BedĂŒrfnis nach Unterhaltung mit aktuellen Serien befriedigen. Zu diesem Zeitpunkt allerdings noch in vollkommen unpersonalisierter Form. Mit den neuen Videodiensten lassen sich eigene Watchlisten erstellen, nach denen sich die weiteren Empfehlungen aus dem Sortiment ausrichten. Ein sehr komfortabler Service, viele junge Menschen gönnen sich gar kein Fernsehen mehr, sondern stellen sich ihr InformationsbedĂŒrfnis mithilfe von Inhalten aus dem Internet (YouTube, Mediatheken) und ihr UnterhaltungsbedĂŒrfnis mithilfe von Video on Demand zusammen. Ohne Internetzugang, ob nun mobil oder stationĂ€r, ist das nicht möglich. Millionen an Menschen wĂŒssten nichts mehr mit ihrer Zeit anzufangen. 😉

Fernsehen / IPTV

Alter Röhrenfernseher in moderner Wohnung, nicht IPTV-fĂ€higNoch dominieren terrestrisches oder kabelgebundenes TV den Markt, aber der Trend geht ganz klar zum TV-Streaming ĂŒber das Internet. Services wie Zattoo, Magenta TV oder waipu.tv ebnen den Weg und rĂ€umen jegliche Bedenken oder Nachteile kabelgebundenen TVs aus dem Weg. Das Umschalten von Full-HD-Sendern dauert bei meinem Kabelanbieter und Fernseher gut 2-3 Sekunden. Mit waipu.tv dauert das Umschalten nur einen Bruchteil dieser Zeit. Außerdem können die TV-Inhalte beim Streaming ĂŒber das Internet reibungslos mit Inhalten aus dem Internet angereichert werden. IMDB-Wertungen zum derzeitigen Film? Theoretisch kein Problem. Die Hintergrundmusik? Könnte auch angezeigt werden. Das Standard-EPG hĂ€tte ausgedient. Noch ist die Verbreitung nicht so hoch, nicht zuletzt auch durch den mangelhaften Breitbandausbau. Ich denke aber, dass ĂŒber kurz oder lang das Internet-TV den Markt erobern wird.

Videotelefonie / Skype

Ich selber nutze selten Videoanrufe, kenne aber viele, die solche Services regelmĂ€ĂŸig nutzen. Live-Video- und Ton-Übertragung kostet aber recht viel Bandbreite. Man sieht es an Whatsapp, dass ein flĂ€chendeckendes Angebot zu Lasten der QualitĂ€t geht. Die Services, die Videotelefonie anbieten, erkennen aber sehr gut, welche Geschwindigkeit vorliegt und passen die QualitĂ€t entsprechend an, um die Nutzererfahrung zu verbessern. Eine schlechtere QualitĂ€t ist immer noch tragbarer als ein Verbindungsabbruch.

Voice Assistants / Alexa / Google Home

Google Home Mini Voice Assistant auf RegalEs besteht immer noch ein großes MissverstĂ€ndnis darĂŒber, was genau ein Voice Assistant eigentlich ist. Es ist eine kĂŒnstliche Intelligenz, klar. Doch viele haben daheim ihre Echos herumstehen und denken, die Intelligenz steckt tatsĂ€chlich in dem kleinen Lautsprecherkasten. Und diese Intelligenz wĂŒrde ihre Daten zu einer großen Datenbank schicken, aus der eine grĂ¶ĂŸere Intelligenz dann SchlĂŒsse zieht. Aktuellere Berichterstattungen klĂ€ren uns leider darĂŒber auf, dass diese grĂ¶ĂŸere Intelligenz zum Teil eine menschliche Schwarmintelligenz ist, da viele menschliche Amazon-Mitarbeiter und sogar freie Mitarbeiter Teile der Aufzeichnungen auswerten. Außerdem steck in den Lautsprechern selbst nicht die Intelligenz. Alexa und der Google Assistant sitzen vollstĂ€ndig im Internet. Anders wĂ€re es auch gar nicht möglich, da sehr viel RechenkapazitĂ€t nötig ist und zur Not weitere KapazitĂ€ten ad hoc hinzugeschaltet werden mĂŒssen (Skalierung). Stiehlt man den digitalen Assistenten den Internetzugang, ist Schluss mit der UnterstĂŒtzung, sie bleiben einfach still.

Multifunktions-Fernbedienung

Ich selbst nutze eine Logitech-Harmony-Fernbedienung, um meine GerĂ€te im Haushalt zu steuern und nicht stĂ€ndig alle möglichen Fernbedienungen suchen zu mĂŒssen. Die Harmony liegt an ihrem Platz Sie greift auf einen Hub zu, der alles per Infrarot steuert. Man könnte meinen, dass dieses System autark arbeiten könnte. Tut es aber nicht. Und das ist auch logisch. Die Konfigurationseinstellungen sind alle auf Servern gespeichert, die ĂŒber das Internet angesprochen werden mĂŒssen. Sonst wĂ€re mein System schon mit dem Kauf veraltet, da die Datenbank nicht auf dem aktuellsten Stand ist. Und ich trage mit dem Nachtragen von GerĂ€ten, die noch nicht in der Datenbank gespeichert sind, dazu bei, dass andere Menschen ihre GerĂ€te einfacher einrichten können. Der Nachteil daran ist tatsĂ€chlich, dass die GerĂ€te bei vollstĂ€ndiger Abwesenheit des Internets manchmal den Dienst verweigern. Ohne WLAN funktioniert das System mit Hub gar nicht, also muss auch das stabil sein.

Beziehungen / Flirten

Online Dating im Offline-Modus im RestaurantViele glĂŒckliche Beziehungen heutzutage hĂ€tte es ohne das Internet nicht gegeben. Internetanbieter könnte man somit nahezu als Kuppler bezeichnen. Und auch die Anbieter der diversen Flirtbörsen. Musste man im letzten Jahrtausend tatsĂ€chlich noch vor die TĂŒr, um Menschen kennenzulernen, geht das nun alles bequem vom Sofa aus. NatĂŒrlich geht auch der Wechsel des LebensabschnittsgefĂ€hrten viel einfacher. Ob das nun positiv oder negativ ist, muss jeder fĂŒr sich selbst entscheiden. 😉 Ohne Internet keine Flirtbörsen. Die Videotext-Varianten mal ausgenommen, aber nutzt die wirklich noch jemand?

Filesharing

Filesharing ist tot. Sagen viele. Ist es auch, aber nur im illegalen Bereich. Und das ist auch gut so. Viele wissen nicht, dass es nebenher immer noch das legale Filesharing gab. Mod-Entwickler von Computerspielen oder Indie-Filmproduzenten nutzen immer noch gerne den Vertrieb ĂŒber Filesharing, um die teuren Kosten fĂŒr Webserver zu reduzieren. Anstatt die vielen GB an Daten auf ihren Server zu packen und mit jedem Download eben dieses Datenvolumen beim Webhoster zu verlieren (und ggf. nachzahlen zu mĂŒssen 
), nutzen viele die Möglichkeit des Filesharings ĂŒber P2P. Und das ist gar nicht so schlecht, denn wenn ich von einem Produkt ĂŒberzeugt bin, teile ich es auch gerne mit anderen. So baut man auch eine Community um sein Produkt auf. Offline-Filesharing geht sicher auch per USB-Sticks oder Festplatten, aber bei weitem nicht so komfortabel wie online.

Sicherheitskameras

Wer sein Zuhause mit einer SicherheitskameraÂ ĂŒberwachen lĂ€sst, hat sicherlich eine gewĂ€hlt, die ihre Daten (hoffentlich verschlĂŒsselt) ins Internet ĂŒbertrĂ€gt. Muss sie ja auch, sonst könnte ich von meinem Arbeitsplatz nicht zu Hause schauen, was der Hund gerade so treibt. Systeme, die ihre Daten nicht auch zu den Herstellern der Kameras ĂŒbertragen, sondern in einem eigenen Netz arbeiten sind weitaus teurer, aber auch sicherer.

Internet of Things

Internet of Things - Alles ist verbunden - Everything is connectedZusammengefasst lĂ€sst sich sagen, dass das Internet heutzutage von vielen Services benutzt wird, von denen wir es gar nicht so vermuten. Wir geben ihnen zwar unseren WLAN-SchlĂŒssel, vergessen aber, dass dann ununterbrochen Daten ĂŒbertragen werden. Das ist per se nichts Schlimmes, denn diese Daten werden vorrangig dazu verwendet, unser Kunden- und Nutzererlebnis zu verbessern. All diese GerĂ€te (in der Industrie werden noch viel mehr verwendet) erschaffen das Internet of Things. „Dinge“, die das Internet zum Datenaustausch nutzen und keine Menschen mehr. Recht logisch: Ohne Internet kein Internet of Things.

Vorbei sind die Zeiten, in denen man noch genau wusste, ok, ICQ braucht Internet, mein Browser braucht Internet. Es ist zu einer SelbstverstĂ€ndlichkeit geworden. Wir sind in gewisser Weise fĂŒr die FortfĂŒhrung unseres modernen Lebens von funktionierendem Internet abhĂ€ngig. Hey, wer googelt denn nicht bei Krankheitssymptomen erst einmal schnell, um abzustecken, was es sein könnte und wie man ohne Arztbesuch erst einmal dagegen angehen kann?

Umso mehr muss man sich aber auch vor Augen halten, wie sehr man sich damit auch von seinem Internetanbieter abhĂ€ngig macht. Das ist nicht mehr nur ein normaler Vertrag. Das merken wir eben, wenn lĂ€ngerfristig das Netz ausfĂ€llt. Wir brauchen da einerseits ein funktionierendes System, andererseits aber auch einen Partner, der Probleme schnell beseitigt, aber uns auch versteht. Wenn ich gerade in der fĂŒnften Staffel Breaking Bad bin und fĂŒr eine Woche das Internet ausfĂ€llt, ist das irgendwie nicht tragbar. Wenn ich gerade in einer neuen Fernbeziehung bin (selbstverstĂ€ndlich online kennengelernt), ist es nicht tragbar, wenn Whatsapp nicht funktioniert (wenngleich es als Alternativen selbstverstĂ€ndlich noch das Telefon und die SMS gibt). Was genau will ich mit einem Amazon Dash Button, wenn der nicht auf das Internet zugreifen kann?

Zukunft des Internets der Dinge

Generell muss ich sagen, dass mittlerweile (Achtung, meine Meinung!) mehr GerĂ€te an das Internet angeschlossen sind, als gut fĂŒr das Internet ist. Einerseits wegen der Bandbreite. Man erinnere sich, dass die eigentliche Idee nicht die Vernetzung aller KĂŒhlschrĂ€nke und Staubsauger war, sondern der ungehinderte Wissens- und Informationsaustausch, selbst bei Ausfall eines Knotens. Je mehr GerĂ€te kommunizieren, desto mehr Last entsteht. Ich bin nicht Techie genug, um einzuschĂ€tzen, wie lange so etwas gut geht. Viel wichtiger sehe die Sicherheit. Je mehr GerĂ€te am Netz hĂ€ngen, um die man sich nicht kĂŒmmert, desto grĂ¶ĂŸer die Gefahr, dass diese GerĂ€te unbemerkt in Botnetze integriert werden oder generell einfach nur gehackt werden. Auffallen tut das meist erst, wenn die Hacker entweder schlampig sind oder eben auffallen wollen.

Nicht falsch verstehen. Auch ich nutze diverse Gadgets, die alle auch Daten ins Internet ĂŒbertragen oder ohne Internet gar nicht erst funktionieren wĂŒrden. Alexa betört mich mit Musik und schaltet mein Entertainment-System an. Aber jedes technische, mit dem Internet verbundene GerĂ€t ist nur so gut wie seine Absicherung. Das sollte man immer im Hinterkopf behalten.

Online Gaming als Next Big Thing im Internet - Controller beim FIFADie nĂ€chsten Jahre werden spannend, da die Geschwindigkeiten, trotz aller Meckereien und Unkenrufe immer schneller werden. 2018 lag die durchschnittliche Geschwindigkeit eines mobilen Internetanschlusses ĂŒber 20 Mbit und die FestnetzanschlĂŒsse, bzw. stationĂ€ren AnschlĂŒsse waren mit ĂŒber 45 Mbit unterwegs. Beide Verfahren erfuhren Steigerungen zum Vorjahr. Praktisch braucht man tatsĂ€chlich nicht mehr, aber es schadet auch nicht, die Geschwindigkeit (aus egoistischer Sicht) verfĂŒgbar zu haben. Zum Beispiel das Streamen von Games ĂŒber das Internet (Stadia, Playstation Now), statt der Installation auf der eigenen Festplatte, wird bandbreitenseitig wohl die nĂ€chste Herausforderung. Nicht nur muss die Verbindung schnell sein, sie muss auch Ă€ußerst stabil sein. Playstation Now musste ich irgendwann wieder kĂŒndigen, da eine unterbrechungsfreie Verbindung bei mir einfach nicht möglich war.

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Internetprovider – Was tun sie?

FĂŒr den OttonormalbĂŒrger ist der Zugang zum Internet ganz selbstverstĂ€ndlich. Man schließt einen Vertag mit einem Internetprovider ab, bekommt Modem / Router samt Zugangsdaten und schon geht es los. Beim Mobilfunk ist es Ă€hnlich, nur bekommt man (auf Wunsch) dann eben ein Smartphone oder Tablet dazu und kann nach Zusendung der Zugangsdaten per SMS (wenn nicht sogar schon voreingestellt) lostelefonieren und lossurfen.

Über die Internetprovider zu schimpfen geht schnell, wenn man unzufrieden ist. Doch man sollte sich auch darĂŒber im Klaren sein, was sie eigentlich leisten und was genau sie tun.

Request-Response-Prinzip beim Surfen durch das Internet

Um bei all der LĂ€sterei zu verstehen, was ein, Internetdienstanbieter eigentlich alles leistet, muss man auch ein wenig den technischen Hintergrund des Internets verstehen. Jegliche DatenĂŒbertragung in und aus dem Internet ĂŒbertrĂ€gt kleine Pakete (IP-Pakete). Das geschieht einerseits ĂŒber den Upload, als auch den Download solcher IP-Pakete. Beide Richtungen mĂŒssen ordentlich funktionieren und eine sinnvolle Bandbreite anbieten, sonst kann man eine ordentliche Geschwindigkeit vergessen. Wie diese Verbindung arbeitet, ob kabellos, Glasfasernetze, Standleitungen, etc. ist unerheblich. Die Technik dahinter bleibt die gleiche, unabhĂ€ngig von der eingesetzten Hardware. Schauen wir uns eine Anfrage an eine Website im Detail an:

Request Response Client Serber Schema

Der eigene Browser fragt die Website an, ob sie ĂŒberhaupt existiert. DafĂŒr ist ein Upload erforderlich. Die Webseite antwortet, dass sie verfĂŒgbar ist. Die nĂ€chste Anfrage fragt, ob eine Index-Datei verfĂŒgbar ist, die der Browser anzeigen kann. Ist diese verfĂŒgbar, kann sie abgerufen werden (wie zum Beispiel diese Webseite). Auf dieser Seite befinden sich aber noch Unmengen an Formatvorlagen, Skripten und Bildern. Der Browser prĂŒft anhand der Indexdatei, welche er braucht. Dann stellt er wieder Anfragen, ob diese Dateien verfĂŒgbar sind und wenn ja, lĂ€dt er sie herunter.

Das Herunterladen der Dateien geschieht ĂŒber den Downstream des Internetdienstleisters, aber alle Anfragen, die gestellt werden, geschehen ĂŒber den Upstream. Wenn also der Internetzugang 200 Mbit verspricht, wird hierbei nur der Downstream gemeint. Der Upstream wird (wenn ĂŒberhaupt) separat ausgewiesen. 200 Mbit im Downsteam und 100kbit im Upstream sind beispielsweise Quark, da Webseiten heutzutage sehr groß sein können und die Anfragen sich hĂ€ufen können. Wenn man nicht gerade sehr viel auf Server hochlĂ€dt, ist man mit 2 Mbit Upload aber gut bedient. Damit können ausreichend Anfragen zĂŒgig abgearbeitet werden und ein flĂŒssiges Surfen im Internet ist möglich.

Eigene Erfahrungen mit Pyur/Telecolumbus, Arcor und T-Online

Ich möchte an dieser Stelle kurz ĂŒber meine Erfahrungen mit PYUR (ehemals Telecolumbus) berichten. Das Traurige ist, dass solche Erfahrungen, glaube ich, jeder schon mit den gleichen oder anderen Anbietern gemacht hat. In meinen Augen ist der Bereich Internetanbieter oder Internet generell in Deutschland eine ziemliche ServicewĂŒste. Funktioniert alles problemlos, hat man keine Sorgen. Aber wehe, es kommen Probleme auf.

Als ich 2004 von daheim ausgezogen und in eine eigene Wohnung gezogen bin, musste ich mich natĂŒrlich auch um einen Internetanschluss kĂŒmmern. Das erste Mal in meinem Leben, da ich vorher tatsĂ€chlich noch bei meiner Mutter mit dem guten alten 56kbit-Moden online ging. Und ja, das Ding gibt es immer noch. Jedenfalls hatte ich von den Internetanbietern noch nicht so viel Ahnung, ich wusste nur, dass ich genauso schnelles Internet haben wollte wie meine Freunde. 768kbit/s! WHOOOSH! Insofern verglich ich auch nicht so viel. Weder Preise, noch Angebot generell. Der Bekanntenkreis war zufrieden mit der Telekom und T-Online. Ich bekam BAFöG, also spielte Geld keine Rolle. Mir gehörte die Welt. 😉 Zu diesem Zeitpunkt waren, wen ich mich recht erinnere, 3Mbit das Ende der Fahnenstange. Die Telekom ging aber auf Nummer sicher und bot mir 768kbit an. Und die kamen auch an. Es dauerte nicht lange und der Vertrag wurde auf 1Mbit umgestellt, ohne zusĂ€tzliche Kosten. Und nochmals: WOOSH! Im Rausch der Geschwindigkeit. Ich habe in der Wohnung 10 Jahre gewohnt, also war irgendwann mal Zeit fĂŒr einen Wechsel, da es irgendwelche Probleme mit den Abrechnungen gab, die mir auf die Nerven gingen. Außerdem bot Arcor (nun Vodafone) in meinem Bereich 6Mbit zum Kampfpreis an. Schnelles Internet fĂŒr alle. Der Wechsel war beschlossen. Die mittlerweile auch große Auswahl an Dienstanbietern machte es einem auch leicht. Also wurde der Vertrag abgeschlossen, der mir 6Mbit an meinem Standort zusicherte.

Der Anfang vom Ende – Meine Odyssee der Internetanbieter

Es kam, wie es kommen musste. Ich schloss die Hardware an und prĂŒfte die Geschwindigkeit. Mit der viel Wohlwollen und dem ZudrĂŒcken beider Augen waren das vielleicht 2Mbit. Klar wie KloßbrĂŒhe, dass ich zum Telefonhörer griff. Der Vertrag lief ĂŒber 6Mbit, also war das nicht tragbar. So begann eine Bandbreiten-Odyssee, die bei mir leider bis heute anhĂ€lt. Der Support entschuldigte sich, teilte mir aber mit, dass an meinem Standort leider nicht mehr als 2Mbit drin wĂ€ren. Ich könnte auf das niedrigere Paket mit 1Mbit wechseln (was ich nicht wollte) oder hĂ€tte ein SonderkĂŒndigungsrecht (dazu spĂ€ter mehr, was fĂŒr Rechte bestehen, wenn die vertragliche zugesicherte Leistung nicht erreicht wird). Ich wollte ja aber schnelleres Internet und somit biss ich in den sauren Apfel und behielt erst einmal die 2 Mbit zum Preis von 6 Mbit. Prinzipiell ging das auch. Ab und zu kamen sogar 2,5 Mbit durch. Da das Netz nicht kĂŒnstlich gedrosselt wurde (da ich ja die 6 Mbit bezahlte), war bei geringer Auslastung des Knotens eine etwas schnellere Geschwindigkeit drin. Von den 6 Mbit war es aber weit entfernt. Irgendwann (vielleicht aus der Not heraus, da Arcor merkte, dass der Ausbau fĂŒr ihre Angebote noch nicht reif war) wurde ein 2 Mbit-Anschluss eingefĂŒhrt, den ich buchte, da so ein paar EUR eingespart werden konnten. Ab den Zeitpunkt merkte ich aber auch die Drosselung, da die Downloadrate nicht mehr ĂŒber 220kb/sek kletterte. Bei hohen Auslastungen (nachmittags / Abendstunden) waren maximal 190kb/sek drin. Letztendlich war es aber ok, da ich nun fĂŒr das bezahlte, was ich bekam.

Meine ersten BerĂŒhrungen mit Kabelinternet

Einige Zeit darauf zog mein Mitbewohner aus und ich suchte einen neuen (witzige Geschichte, kann ich euch mal bei einem Bier erzĂ€hlen, gehört aber hier nicht hin). Der „Neue“ war Vollblut-Informatiker und Vollblut-Nerd. Das soll nicht negativ klingen. Super Typ. Jedenfalls war er von seinem alten Campus 100Mbit-Glasfaser gewohnt und kam mit meinen 2 Mbit nicht aus, die wir uns ja auch teilten. Und mehr als 2 Mbit waren in unserer Wohnung eben nicht drin. Nicht? Oh doch. Ein Internetanbieter, den ich noch gar nicht auf dem Schirm hatte, bot in unserer Hood tatsĂ€chlich 6 Mbit schnelles Internet an. Telecolumbus. Von Kabel-Internet hatte ich zu diesem Zeitpunkt noch nichts gehört. FĂŒr mich kam Internet aus der Telefondose. Punkt. War schon immer so, wir immer so bleiben. Der Vorteil daran war, dass mein Mitbewohner den Vertrag unabhĂ€ngig von mir schließen konnte. Ich war mit meinen 2 Mbit zufrieden, war noch in meinen zwei Jahren Mindestvertragslaufzeit (etwas, das mittlerweile zum GlĂŒck gekippt wurde) und wollte somit nicht wechseln. Außerdem war ich mir sicher, dass er die 6 Mbit eh nicht bekommen könnte. Ich lag falsch. Telecolumbus hielt das Versprechen und versorgte meinen Mitbewohner mit schnellem Internet, wĂ€hrend ich mit 2 Mbit herumdĂŒmpelte.

Soweit so gut. Doch Mitbewohner ziehen auch aus. Ich hatte die Wahl: Bleibe ich meinem Internetanbieter Arcor treu, der mir 6 Mbit versprach, doch 2 Mbit lieferte oder behielt ich den (nur leicht teureren) 6 Mbit-Vertrag und ließ ihn auf mich umschreiben? Ich entschied mich fĂŒr letzteres. Und bis auf mehrere Reibereien mit den Rechnungen und Abbuchungen (Empfehlung: immer schön die KontoauszĂŒge kontrollieren!) war ich eigentlich auch zufrieden. Bis zum Umzug. Ab da ging alles den Bach hinunter. Über Dinge wie „Wir erhöhen mal ihre Bandbreite und den Preis gleich mit, da wir neue Angebote haben“ sehe ich mal hinweg, wenngleich das fĂŒr einige ein ziemlicher Grund zur Aufregung ist, da es einer WillkĂŒrlichkeit gleichkommt. Nur, weil es meinen Vertrag in der Form nicht mehr gibt, heißt das nicht, dass ich ihn so nicht weiterlaufen lassen möchte. Klar habe ich SonderkĂŒndigungsrechte, aber wenn ich mit meiner Geschwindigkeit zufrieden bin, brauche ich nicht mehr zu einem höheren Preis. Zumal Vertragswechsel bei Telecolumbus auch immer nur möglich waren (wenn z.B. ein Angebot mit mehr Geschwindigkeit verfĂŒgbar war zum gleichen Preis), wenn der Gesamtpreis danach höher war als vorher. Total Banane.

Umzug mit dem Kabel-Internetanbieter

Frau denkt genervt am Laptop ĂŒber Wechsel des Internetanbieters nachEgal. Wir waren beim Umzug. Erst wurde gesagt, dass im Haus die Bandbreite nicht verfĂŒgbar wĂ€re, was aber revidiert wurde (zu dem Zeitpunkt 16 Mbit). Zuerst funktionierte auch alles wieder (unbestĂ€ndig, aber im tolerierbaren Rahmen). Zwischendurch gab es wieder ein Zwangsupgrade auf 20 Mbit (natĂŒrlich zum teureren Preis). Letztes Jahr fĂŒhrte ich ein Upgrade auf 60 Mbit durch 
 und das war wohl ein Fehler. Da ich einen Kombivertrag mit Telefon und TV habe, war dieses Upgrade mit neuer Hardware gesegnet. Ich hasse Receiver, wollte also eine Smartcard mit CI-Modul. Was bekam ich im ersten Paket? Einen Receiver und ein neues Modem (das Modem war ok). Also Telefonat mit Support. Ich solle den Receiver zurĂŒcksenden. Tat ich. Bekam ein CI-Modul. Versuchte, die Smartcard (alles gerade vollkommen unabhĂ€ngig vom Internet, aber ein Beispiel fĂŒr die „Leistung“ der Mitarbeiter) ins CI-Modul zu stecken. Alles verweigerte den Dienst. Supportmitarbeiter meinte, das das ja klar wĂ€re, da die Smartcards auf die CI-Module zugelassen wĂŒrden. Ich solle beides zurĂŒcksenden. Echt jetzt?!? Das CI-Modul fragt nicht online in einem Karten-Account nach, welche Produkte auf der Karte gespeichert sind und zeigt diese Auswahl einfach an?!? Jedenfalls bekam ich irgendwann ein passendes CI-Modul mit Karte und konnte nach dem vierten oder fĂŒnften Sendersuchlauf und Neuordnung tatsĂ€chlich wieder in HD fernsehen. Nach etwa 2 Monaten.

Zu etwa diesem Zeitpunkt fing auch das Modem an, zu streiken. Es fing nach etwa zwei bis drei Tagen immer an, wie wild zu blinken. Dann gingen keine Daten mehr durch und es half nur der Neustart. Das ging irgendwann so weit, dass ich tĂ€glich das Modem neustarten musste. Viele Tage sogar mehrmals. In etwa mit Beginn der Abschaltung des analogen TVs spitzte sich das Ganze nun zu. Ab einem gewissen Zeitpunkt hing sich das Modem nicht mehr auf. Von nun an aber war von Breitband nichts mehr zu spĂŒren. 500kbit bis 2 Mbit Höchstgeschwindigkeit. Nach einigem Hin und Her und einem Besuch eines Servicetechnikers „besserte“ sich die Situation auf 2Mbit – 10 Mbit (wahrscheinlich je nach Auslastung). Tragbar ist das Ganze aber noch lĂ€ngst nicht, da 60 Mbit bestellt sind. Witzig ist immer eine SMS von PYUR, nachdem die Techniker das Haus verlassen: „Hallo, wir haben ihr Anliegen gelöst [
]“. Minuten nachdem die Techniker die Wohnung verlassen. Der erste Techniker konnte schon keinen Defekt an der Leitung selbst feststellen, baute einen DĂ€mpfer ein, da das Signal scheinbar zu stark war. Wie gesagt, danach war eine leichte Besserung vorhanden. Nicht falsch verstehen. Mit 2 Mbit lĂ€sst sich surfen. Es geht um die zugesicherte Geschwindigkeit, die 30mal so hoch ist. Ich schickte wieder Daten der Breitbandmessung hin. Bekam wieder einen Anruf, dass ein Techniker kommt. Der konnte wieder keinen Grund feststellen.

Probleme ĂŒber Probleme: Langsamer und unstabiler Internetzugang

Techniker wechselt Multimediadose - Internetzugang reparierenJetzt könnte man vermuten, das Problem lĂ€ge auf meiner Seite. Das wĂ€re denkbar. Nun ist es aber so, dass in großen AusnahmefĂ€llen tatsĂ€chlich 60Mbit durchkommen, so fĂŒr 10 Minuten. UND sowohl Google, als auch Steam können durchgĂ€ngig (!!) mit 60 Mbit ĂŒbertragen. Bei Google lĂ€sst sich das einfach feststellen, indem man etwas zu Google Drive hochlĂ€dt und wieder herunterlĂ€dt. Steam gibt beim Download sowieso den Datendurchsatz an. Meine Vermutung: Drosselung, die in meinem Fall etwas zu weit geht. Nachweisen kann ich das freilich nicht. Nach meiner letzten Nachricht ĂŒber das Kontaktformular (die sehr 
 unförmlich war) folgte innerhalb von einer Stunde ein RĂŒckruf zur Vereinbarung eines Termins mit einem Techniker. Prinzipiell vorbildlich, wenn ich nicht ausdrĂŒcklich geschrieben hĂ€tte, dass ich keinen Techniker mehr hierher bemĂŒhen möchte, der mir sagt, dass die Leitungen an sich ok sind. Die Frau war ganz perplex, als ich gemeint hatte, sie soll den Technikauftrag stornieren, da das nichts bringen wird. Die Krönung: Nach dem Storno eine SMS von PYUR: „Hallo, wir haben ihr Anliegen gelöst [
]“

Mittlerweile bin ich gar nicht mehr so sauer, sondern irgendwie erschöpft und ernĂŒchtert. Ich lade regelmĂ€ĂŸig die Breitbandmessungen hoch, da es von mir verlangt wird, aber denke nicht, dass sich irgendwie noch etwas Ă€ndern wird. Wie gesagt, 10 Mbit reichen sowohl fĂŒr die normale Internetnutzung, als auch Musikstreaming und Video on Demand in Full HD aus. Aber letztlich möchte man ja das haben, fĂŒr was man bezahlt. Da in meinem Vertrag noch TV mit dabei ist, ist das preislich unschlagbar. Ich kann mich mit jedem neuen Internetprovider, der mit Internet aus der Telefonleitung bietet preislich nur verschlechtern.

Smartphone mit bösem Smiley - Schlechter Service und langsames InternetUser-Experience-Notiz am Rande: Man soll mehrere Messungen pro Tag durchfĂŒhren, speichern und dann hochladen. Das Kontaktformular unterstĂŒtzt nur eine Datei, die eine PDF-Datei sein muss. Ein sinnvoller Export solcher Daten ist eine CSV-Datei, da sich hier Ergebnisse filtern lassen. Nun exportiere ich die Ergebnisse als PDF und merge sie danach zu einer Datei, damit ich die Ergebnisse ĂŒberhaupt mitteilen kann. Momentan ist das Kontaktformular im Chrome auch kaputt, so dass der Knopf „Absenden“ keine Funktion erfĂŒllt. UND (die Krönung): Im eingeloggten Zustand gibt es auch ein Kontaktformular. Das funktioniert sogar im Chrome. Dieses bietet aber keine Möglichkeit, Dateien anzuhĂ€ngen. Gerade im eingeloggten Zustand wĂ€re das Ă€ußerst sinnvoll!

Das sind also meine Erfahrungen mit Internetanbietern im Allgemeinen. Einige werden davon schon mehr besitzen, da sie sich einfach die MĂŒhe machen, regelmĂ€ĂŸig bei Problemen zu wechseln. Mobilfunkanbieter habe ich hier nicht betrachtet, da ich bisher nie irgendwelche Probleme (außer mit der Abdeckung) hatte. Langfristige AusfĂ€lle kamen noch nicht vor.

Zusammenfassend und im Großen und Ganzen also:

  • T-Online / Telekom: problemlos, bis auf einige Abrechnungsprobleme (allerdings sehr lang her)
  • Arcor / Vodafone: zugesicherte Geschwindigkeit wurde nicht geliefert, spĂ€ter aber unkomplizierter Vertragswechsel möglich
  • PYUR (Telecolumbus): Solange alles funktioniert, schnell und problemlos. Die Rechnungen sollte man aber kontrollieren und sich auf willkĂŒrliche VertragsĂ€nderungen gefasst machen. Wenn allerdings das Internet unzuverlĂ€ssig funktioniert, kommen die Probleme ins Haus, da der Support unflexibel ist.
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Geschichte der Internetprovider in Deutschland

Ich möchte nicht die ganze Geschichte des Internets hier noch einmal niederschreiben. Das Internet breitete sich einerseits gesellschaftlich aus, allerdings waren es Firmen, die diese Kommerzialisierung des Internets vorantrieben.

Einwahlverbindungen

Waren es Anfang der 1992er Jahre noch vorrangig UniversitĂ€ten, die, internet-geschichtlich bedingt, Zugang zum Internet boten,griff auch hier die Kommerzialisierung schnell durch. 1993/1994 begann jedoch der Siegeszug mit der Privatisierung der deutschen Internet-Provider-Projekte EUnet (European User Network der UniversitĂ€t Dortmund) und XLINK (eXternes Lokales Informatik-Netz Karlsruhe). Diese beiden waren die ersten kommerziellen Internet Service Provider in Deutschland. Zuvor war ein Zugang nur ĂŒber UniversitĂ€ten möglich. Wohl dem, der jemanden kannte, der jemanden kannte, der an der Uni war. Der Siegeszug war unaufhaltbar. In 1994 ĂŒberstieg die Zahl der kommerziellen und privaten Internetnutzer weltweit erstmals die Zahl der wissenschaftlichen Nutzer. Der Bedarf war da und immer mehr Nutzer sprangen auf den Zug auf. Oder besser auf das Surfbrett, da ja durch das Internet gesurft wird. Ebenfalls 1994 wurde in Hamburg der Internetanbieter MAZ gegrĂŒndet. In vielen weiteren GroßstĂ€dten bildeten sich Firmen, die den Bewohnern Zugang zum Internet zur VerfĂŒgung stellten. Diese waren sowohl schon etablierte Firmen, als auch kleine Startups, die sich vom Boom anstecken ließen. Immerhin wollten gerade Firmen nicht hinten anstehen und waren bereit, viel Geld fĂŒr das Internet auszugeben.

Internetprovider und Telekom halten die HĂ€nde auf

Retro Macintosh Computer ohne InternetzugangUnd ĂŒber allem stand selbstverstĂ€ndlich die Telekom. Sie hatte schließlich die Leitungen inne. Die Technologie fĂŒr den Zugang zum Internet stammte aus den UniversitĂ€ten, aber das WWW floss immer noch durch Leitungen zu den Endverbrauchern. Und diese gehörten der Telekom. Somit war der Zugang zum Internet recht kostspielig, da mehrere Parteien ein StĂŒck vom Kuchen abhaben wollten. Somit bezahlten die Kunden doppelt: einmal fĂŒr ihre Internetprovider, andererseits an die Telekom die Telefonkosten fĂŒr die Einwahl. Dieses Modell werden viele Early Adopter noch kennen, da es sich noch recht lange hielt. In der Regel wurden beide Rechnungen minĂŒtlich getaktet, so dass bei intensiver Nutzung stolze BetrĂ€ge zusammenkommen konnten (so auch bei mir 😊 ).

1997 wurde aus EUnet dann Uunet, welche schon 1996 EUnet aufkauften. Ich erwĂ€hne das an dieser Stelle, da Uunet zu den Internet Service Provider-Riesen gehörte und einige sich sicherlich noch an diesen Namen erinnern werden, wenn sie nicht sogar ihr Internet von Uunet bezogen. Und wenn nicht das, dann wenigstens den Namen Verizon, in dem Uunet Anfang der 2000er Jahre aufging. Und Verizon kennt man im Rahmen der Snowden-AffĂ€re. Verizon Wireless war federfĂŒhrend in der Ausspionierung von Barack Obama und lange Zeit Internetanbieter des Deutschen Bundestags.

ZurĂŒck zum Einwahlmodell der Internetanbieter.: Viele Menschen zahlten lange Zeit doppelte GebĂŒhren, einerseits TelefongebĂŒhren, andererseits fĂŒr ihre Serviceanbieter. Die Telekom erkannte einerseits die Chancen, die in dem Markt lagen, andererseits aber auch die Konkurrenz, die sich fĂŒr den eigenen Dienst T-Online aufbaute. Aus diesem Grund wurden kurzerhand die Orts- und UmlandgesprĂ€che teurer. Das konnte die Telekom noch machen, da die Liberalisierung des Telefonmarkts die OrtsgesprĂ€che ausschloss. Einwahlanbieter fĂŒr kostengĂŒnstigere FerngesprĂ€che waren damals groß im Kommen. Der ein oder andere kennt das Verfahren fĂŒr Call-by-Call vielleicht noch: Man wĂ€hlte eine Nummer vor die anzurufende Nummer und konnte so bis zu 80% sparen. Es gibt immer noch Anbieter, die so etwas anbieten, brauchen tun es die wenigsten. In Zeiten der heutigen Telefon-Flatrates undenkbar und unsere Kinder und Kindeskinder werden mit so etwas sicherlich nie wieder in BerĂŒhrung kommen. Einige, die im eigenen Ort keinen Internetanbieter besaßen, bei dem sie sich einwĂ€hlen konnten, nutzten diese Möglichkeit auch fĂŒr die Einwahl ins Internet bei fernen Anbietern.

Die Zeit der großen Internetanbieter – Die Wahl fĂ€llt schwer

Altes Logo America Online AOLNeben den vielen kleineren Providern, anfangs eben eher aus universitĂ€rem Umfeld, gab es natĂŒrlich auch noch die Riesen, die den Markt förmlich ĂŒberrollten, namentlich T-Online (Telekom), AOL (America Online, AOL Europe + Bertelsmann) und Compuserve. WĂ€hrend man schon ein wenig technik-affin sein musste zur Nutzung der kleineren Anbieter, machten es die großen Anbieter einem leicht, den Weg ins Internet zu finden. Und das gratis, fĂŒr die ersten 50 Stunden! Vielleicht kennt der ein oder andere noch die damals inflationĂ€r verteilten AOL-CDs. Compuserve und T-Online machten es Ă€hnlich, die CDs waren aber lĂ€ngst nicht so verbreitet wie die von AOL. Sie lagen als Beilage in Zeitschriften, wurden als Werbung in die BriefkĂ€sten gesteckt, lagen stapelweise in SupermĂ€rkten herum. Eins muss man AOL als Internetanbieter lassen, es machte das Internet massentauglich, indem es die Angst vor der Technik nahm.

Solange ein Modem oder eine ISDN-Karte am/im Rechner steckte, war es kinderleicht, sich ins Internet einzuwĂ€hlen. Die CD wurde ins Laufwerk gesteckt und installiert. Man wĂ€hlte bei AOL (analog bei Compuserve, T-Online besaß eine Servicerufnummer) den nĂ€chstgelegenen Standpunkt aus. Wer in Ballungszentren / HauptstĂ€dten wohnte, war klar im Vorteil, da er nur den Ortstarif fĂŒr die Einwahl zahlte. Und schon war man im Internet. Auch Boris Becker hatte so keine Probleme, ins Internet zu kommen. 😊 Naja, man war noch nicht ganz im Internet. Man war erstmal mit dem Service selbst verbunden und konnte AOL-Funktionen nutzen. Über eine BrĂŒcke konnte dann die Verbindung ins Internet hergestellt werden.

Ich selbst spreche gar nicht so sehr aus Erfahrung, da ich nur die 50 Gratisstunden aufgebraucht habe, ansonsten aber treuer Kunde bei T-Online war. Trotzdem kennt man ihn noch, den guten, alten Sound, der E-Mails gesellschaftsfÀhig und massentauglich machte: Sie haben Post.

Übrigens sind die CDs mittlerweile SammlerstĂŒcke. Wer auf seinem Dachboden oder im Keller noch einen Karton voller AOL-CDs (oder Compuserve-CDs) findet, könnte auf einem kleinen Goldschatz sitzen. Naja, ich will nicht ĂŒbertreiben. Aber 2-5 EUR kann man pro StĂŒck schon noch bekommen bei ebay.

Das Witzige: Selbst im Jahr 2014 generierte AOL noch UmsĂ€tze ĂŒber das Dial-Up-GeschĂ€ft. Zwar nicht so viele wie zu Hochzeiten des GeschĂ€fts im Jahre 2002 mit weltweiten 34 Millionen Abonnenten, aber immer noch eine nicht zu verachtende Summe, mit der unsereins sich einfach zur Ruhe setzen könnte. Über zwei Millionen Nutzer zahlten 2014 noch ĂŒber 20 USD monatlich. Einerseits GrundgebĂŒhr, andererseits tatsĂ€chlich EinwahlgebĂŒhren. Da AOL mittlerweile sein InternetanbietergeschĂ€ft lĂ€ngst aufgegeben hat und als Medienkonzern unter seiner Mutter Verizon operiert, ist fraglich, wo diese UmsĂ€tze verbucht werden. In Deutschland dĂŒrften die Erlöse in die Taschen  von TelefĂłnica fließen, die Hansenet 2009 ĂŒbernahmen, die das Dial-Up-GeschĂ€ft von AOL vorher verwalteten.

Flatrates – Internetsurfen zum Festpreis

Um 1998 herum kamen auch die ersten Flatrates auf. Auch ich wechselte natĂŒrlich sofort. Die Service Provider konnten zwar nicht das Problem der Doppelbezahlung umgehen, aber zumindest hatte man fĂŒr den einen Posten einen Festbetrag (bei mir waren es 70 DM) und die Telefonkosten als variabler Posten bewegten sich in einem ĂŒberschaubaren Rahmen. Einige Anbieter versuchten, das Problem zu umgehen, indem sie die Einwahl ĂŒber Sonderrufnummern anboten. Diese Internetanbieter konnten ihre Services aber nicht lange anbieten, da scheinbar die Kalkulation nicht aufging. Leider hielten sich aber auch die Flatrate-Anbieter nicht lange. Ich glaube nicht, weil der Bedarf an Flatrates nicht bestand, sondern weil mit DSL einfach ein riesiger Konkurrent an die TĂŒr klopfte, der die kleinen Einwahl-Anbieter einfach kaputttrat. Und sind wir mal ehrlich: als Kunde möchte ich nicht aus tausenden verschiedenen Anbietern den wĂ€hlen, der mir jetzt pro Monat einen um 2 DM gĂŒnstigeren Tarif anbietet (oder noch schlimmer: 0,05 Pfennige pro Minute). Ich möchte einfach den Browser starten und los geht’s. DSL bot diesen Komfort. Nur die oben erwĂ€hnten großen Internetanbieter hielten sich wacker ĂŒber die DSL-EinfĂŒhrung hinaus. Kein Wunder, was DSL zu Beginn auch nicht so gĂŒnstig.

Ich weiß leider auch nicht mehr, wie „mein“ Flatrate-Einwahl-Anbieter hieß („netsurf“ vielleicht?) und auch nicht die Namen der anderen Anbieter, sei es nun Internet-by-Call oder Dial-Up-Flatrates. Ich habe leider auch keine Quellen mehr gefunden, da die Anzahl schier unĂŒberschaubar war, nachdem der Telekommunikationsmarkt geöffnet wurde. Immens viele Startups, aber auch Firmen, die man gar nicht auf dem Schirm hatte, versuchten ein StĂŒck vom Kuchen abzubekommen. Nachdem die Flatrates dann leider den Bach hinunterflossen, war ich selbst wieder auf Internet-by-Call angewiesen. Die Anbieter waren mittlerweile recht gĂŒnstig, so dass man bei moderater Nutzung auch nicht ĂŒber 50 DM plus Telefonkosten kam. Aber nicht zu vergessen: Es waren Einwahlverbindungen per ISDN und Moden, das heißt Surfen im Internet mit 3,8kb/sek, wĂ€hrend andere schon mit DSL durchs Netz flitzen. 😊

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DSL / VDSL / Kabelanbieter

Springen wir zu DSL, was ein Riesenmarkt war, der sehr organisch irgendwann die flĂ€chendeckende Internet-by-Call-Welt ersetzte, außer AOL. FĂŒr T-Online-Kunden war der Wechsel einfach, da die Telekom als erster DSL anbot, und zwar eben genau im Angebot von T-Online. Der Wechsel zu DSL war also nur einen Anruf entfernt. Alles andere konnte weiter wie gewohnt genutzt werden. Doch Ă€hnlich wie beim Internet-by-Call stĂŒrzten sich alle Internetanbieter von nun an auf DSL statt Internet-by-Call. Und alle machten den Wechsel einfach.

Anfangs war die Telekom konkurrenzlos

Der erste DSL-Anbieter war selbstverstĂ€ndlich die Telekom. Mit 768 kbit Downstream und 128 kbit Upstream wurden 1999 die ersten AnschlĂŒsse in Metropolen freigeschaltet. Anfangs konnten nur ISDN-AnschlĂŒsse das Upgrade nutzen. Und: zu Beginn gab es auch noch gar keine Flatrates. Etwas, das ich auch erst dazulernen musste. Zu der monatlichen GrundgebĂŒhr von knapp 100 DM kamen noch einmal die ĂŒblichen Kosten von T-Online, die minĂŒtlich abgerechnet wurden. Erst 2000 wurden DSL-AnschlĂŒsse erschwinglich (selbst gĂŒnstiger als heutzutage): fĂŒr 49 DM bot die Telekom DSL mit Flatrate an. Mittlerweile war ISDN auch keine Voraussetzung mehr. DSL konnte ĂŒber den normalen Telefonanschluss bezogen werden. Das fĂŒhrte dazu, dass die Nachfrage das Angebot killte. Wartezeiten von mehreren Monaten waren keine Seltenheit. Einerseits kam die Telekom mit der Bearbeitung der Bestellungen nicht hinterher, andererseits war das Netz noch bei Weitem nicht so gut ausgebaut, als dass jeder Besteller schnelles Internet hĂ€tte beziehen können. Über die Jahre hinweg wurde die Geschwindigkeit schneller, aber auch langsamer. Denn die Telekom war sich bewusst, dass ihre Infrastruktur noch bei Weitem nicht so gut ausgebaut war, wie sie es gerne gehabt hĂ€tte. Ballungszentren konnten problemlos auf schnelles Internet mit 2 Mbit und schneller zugreifen, wĂ€hrend lĂ€ndlichere Regionen und Standorte mit hoher Distanz zum nĂ€chstbesten Knoten von solchen Geschwindigkeiten nur trĂ€umen konnten. Diesen Kunden konnte der Internetanbieter natĂŒrlich nicht den vollen Preis abknöpfen und schuf kurzerhand ein 384 kbit-Angebot. FĂŒr die entsprechenden Kunden zwar ein kleines Trostpflaster aber ein Quantensprung, verglichen zu 56 kbit-Modems oder ISDN, das mit KanalbĂŒndelung maximal 128 kbit schaffte und dann auch doppelt berechnet wurde. Der Preis der doppelten Geschwindigkeit
 😊

Weitere DSL-Anbieter drÀngen in den Markt

NatĂŒrlich war die Telekom nicht der einzige Anbieter. Sie war der erste, aber nicht der einzige Anbieter. In den folgenden Jahren stiegen die Geschwindigkeiten mindestens in dem Maße wie die Preise sanken. Tiscali bot 2005 den ersten Tarif ohne zwingenden Festnetzanschluss an. War vorher noch an jeden DSL-Vertrag ein Telefonanschluss mit eigener Nummer gekoppelt, entfiel nun dieser Zwang. Kunden, die trotzdem eine eigene Nummer haben wollten, konnten diese ĂŒber Voice over IP zu ihrem Vertrag dazubekommen. Die mittlerweile immense Geschwindigkeit machte es möglich, gleichzeitig ĂŒber die Datenleitung zu telefonieren und im Internet zu surfen. Services, die konstant nebenher Daten ĂŒbertrugen, wie TV ĂŒber Internet (IPTV), Spotify oder Netflix waren noch nicht verfĂŒgbar und steckten in den Kinderschuhen, so dass die simultane Verwendung von Telefon und normalem Surfen die Standardanwendung darstellte. HierfĂŒr reichen 3-6 Mbit locker aus.

Die wohl bekanntesten Konkurrenten der Telekom in Bereich DSL existieren aber heute noch: 1&1, Vodafone und o2. Moment mal, Vodafone und o2 sind aber eher typische Mobilfunkanbieter und so wirklich bekannt sind die gar nicht gewesen frĂŒher. Das stimmt. Allerdings befinden sich in den Konzernen Vodafone und TelefĂłnica sehr viele der alten Konkurrenten, die einfach aufgekauft wurde. Erinnert sich noch jemand an die Alice-Spots, die 2005 bis 2011 im TV liefen? Alice war ein Markenname von Hansenet, einem riesigen Telekommunikationsanbieter, der 2011 in TelefĂłnica einfloss. Die Marken Alice und Hansenet verschwanden.

Oder wer kennt noch Arcor? Nach der Telekom mein zweiter DSL-Anbieter. Die Arcor AG & Co. KG wurde 2009 zur Vodafone AG & Co. KG umfirmiert, die seitdem das Festnetz- und InternetgeschĂ€ft betreibt. Letztendlich passiert erfolgreichen Firmen immer das gleiche: entweder sie werden richtig groß oder werden einfach verdrĂ€ngt oder aufgekauft. Spricht man heute von DSL-Anbietern, fallen einem sofort vier Namen ein: 1&1, Telekom, Vodafone und o2. Einer der vier findet sich dann noch bei den Kabelnetzbetreibern wieder: Vodafone. FĂŒr die Nutzer ergeben sich daraus Nutzen, aber auch Gefahren:

  1. Der Markt wird transparenter. 2000 bis 2010 wurde der Markt recht intransparent durch sehr viele Anbieter. Eine Handvoll Internetanbieter erleichtert die Übersicht.
  2. Die Preise Ă€hneln sich. Ein Nachteil: je weniger Wettbewerb, desto grĂ¶ĂŸer natĂŒrlich die Gefahr, dass durch fehlende Durchstarter sich etwas an den Preisen tut und Preise gegebenenfalls sogar abgesprochen werden.

Zwei Ziegenböcke kĂ€mpfen - Analogie der Streit der InternetanbieterBisher unterschlagen habe ich Streitigkeiten der einzelnen Anbieter mit der Telekom. Denn nicht zu vergessen, in den frĂŒhen 2000er Jahren gehörten noch so ziemlich alle Leitungen der Telekom. Das heißt, andere Anbieter mussten sich in diese Leitungen hineinmieten, um ihre Services bezahlen zu können. Diese Mieten waren so horrend, dass es sich fĂŒr einige Internetanbieter einfach nicht rentierte und sie vom Erdboden verschwanden. Dazu kam spĂ€ter die verzögerte Freischaltung der Leitungen durch die Telekom an ihre Mitbewerber, was in einem Verfahren gipfelte, wodurch die Telekom gezwungen wurde, die Umschaltungen zu beschleunigen. Ein Umstand, von dem auch die Kunden etwas mitbekamen, da sich ihre InternetanschlĂŒsse verzögerten und die Mitbewerber der Telekom nicht flĂ€chendeckend ihre Angebote unterbreiten konnten.

DSL als ausgereiftes Produkt

Von all dem Hin und Her bekommt man heute nicht mehr viel mit. Der Wechsel von einem Internetanbieter geht recht unkompliziert vonstatten und die Abdeckung ist ĂŒberall die gleiche. Der Nachteil, dass es mittlerweile nicht mehr ganz so viele Anbieter gibt, wird relativiert durch die Tatsache, dass die Wahl der Technik fĂŒr die Internetinteressenten noch hinzukommt. Heutzutage ist die Wahl nicht nur: „Von wem bekomme ich mein DSL?“ Sondern man kann wĂ€hlen: Will ich es ĂŒbers Telefonnetz oder doch lieber den Kabelanschluss oder Mobilfunk? Mit oder ohne Telefonanschluss? Daraus ergibt sich ein vollkommen neues Mitbewerbersystem, was fĂŒr den Endkunden nur Vorteile bieten kann, wenn er sich denn auch mit der Technik dahinter und den Gegebenheiten ein wenig auseinandersetzt.

KabelzugĂ€nge – Internet ĂŒber Kabel und die TV-Dose

Die Geschichte der KabelinternetnetzugĂ€nge ist noch nicht so alt und interessant, wie die der „traditionellen“ Internetanbieter. GefĂŒhlt tauchten die Anbieter einfach irgendwann auf, als Konkurrenz zum traditionellen DSL. Sie prĂ€sentieren sich nie wirklich als Alternative zum traditionellen DSL-Anschluss, weswegen ich auch glaube, dass die Verbreitung nicht so groß ist. Viele nehmen sie als DSL-Anbieter wahr, da keine wirkliche AufklĂ€rungsarbeit geleistet wurde, was der Internet-Kabelanschluss eigentlich ist und wie er funktioniert. Diejenigen, die Kabelinternet nutzen, wurden durch Learning by doing herangefĂŒhrt. Wenn nicht schon geschehen, bekommt man eine neuartige Antennenbox (Multimediabox) installiert, welche eine zusĂ€tzliche Anschlussmöglichkeit fĂŒr das Datenkabel bietet, an dem das Kabelmoden hĂ€ngt.

Geschichtlich bedingt waren die KabelanschlĂŒsse nur fĂŒr den Rundfunk vorgesehen. Also dass jeder Haushalt sowohl Fernsehen, als auch Radio neben der terrestrischen Empfangsmethode empfangen konnte. Das heißt, ein RĂŒckkanal war nicht nötig, das die Verbindung einseitig war: das Signal muss einfach nur zum Kunden durch. Fertig.

Smart-TV mit Internetzugang auf TV-RackIn den 2000er Jahren wurde aber das immense Potential erkannt, dass in dieser Technologie schlummerte und so wurden weder Kosten noch MĂŒhen gescheut, das Netz zu modernisieren und RĂŒckkanĂ€le zu schaffen. Das ist nicht nur fĂŒr das Internet interessant, auch Fernseher könnten hierdurch interaktiver werden. Wenn ich Eingaben ĂŒber meinen Fernseher tĂ€tigen kann, die beantwortet werden, wird das TV viel interaktiver. Doch dies fand gar nicht statt, da die Anbindung an das Internet alles noch um ein Vielfaches interaktiver macht. Aber digitales Fernsehen wĂ€re ohne diesen Ausbau generell nicht möglich geworden. Wie schon erwĂ€hnt, schwirrten die Anbieter schon immer etwas unter dem Radar, obwohl es sie in Ballungsgebieten schon recht lange gibt. 2007 gab beispielsweise in Deutschland schon 1 Million KabelanschlĂŒsse, die schnelles Internet genossen. BerĂŒhrungspunkte hatte man meist nur, wenn man seinen Fernsehanschluss sowieso schon aus der Fernsehdose bezog und nicht zum Beispiel ĂŒber eine SatellitenschĂŒssel oder per Antenne / DVB-T.

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GSM / EDGE / HSDPA / LTE

Bei den Mobilfunkanbietern möchte ich gar nicht so weit ausholen. Die Geschichte des Mobilfunks selber ist mindestens ebenso interessant und beginnt eher, als viele jetzt denken mögen, aber uns soll vorerst die Geschichte des mobilen Internets interessieren. Gerade heutzutage, wo mobile Flatrates langsam salonfÀhig werden und eine echte Alternative zu DSL und Kabel darstellen.

Langsames Internet und schlechte Hardware bis 2000

So selbstverstĂ€ndlich, wie wir mobiles Internet neuerdings sehen, ist es gar nicht. Nackenbeschwerden bei Teenagern durch stĂ€ndiges Schielen auf das Smartphone sind eine relativ neue Erscheinung. Trotzdem startete das mobile Internet in Deutschland nur kurz nach dem Durchbruch des Internets generell. Der Bedarf war auch noch gar nicht so gegeben, da einfach die EndgerĂ€te noch gar nicht dafĂŒr bereit waren, deswegen war die Entwicklung etwas schleppender als beim Heim-Internet. 1999 wurde erstmalig WAP (Wireless Application Protocol) vorgestellt. Die Technologie ermöglichte 9,6 kbit zu einem Wucherpreis pro Minute. Kein Wunder, dass die meisten Menschen es vorzogen, einfach nach Hause zu gehen und ihren Desktop-PC oder Laptop anzuwerfen, um ins Internet zu gehen. Durch die geringe Verbreitung gab es auch nur sehr wenige Dienste, die tatsĂ€chlich WAP-Seiten anboten. Ähnlich wie heute, beim mobilen Internet, mussten die Seiten fĂŒr die immens niedrige Übertragungsgeschwindigkeit und fĂŒr die viel kleineren Displays natĂŒrlich vorbereitet werden. Damals hatten Handys noch keinen Touchscreen und die Bedienung erfolgte ĂŒber die Cursortasten des Handys. WAP-Seiten waren vorrangig Listen mit Links zu Textinformationen. Grafiken wurden aufgrund der langsamen Geschwindigkeit nur als Icons eingebunden. Zumal Farben auf Handydisplays zu dieser Zeit eine Seltenheit waren. Die Displays schienen alle monochrom in GrĂŒn oder Gelb. Die Entwicklung des mobilen Internets ging dann etwas schneller, als dass die Handys tatsĂ€chlich damit umgehen konnten. Ich erinnere mich noch gut, wie ich 2004 noch WAP-Seiten mit meinem Handy aufrief und das richtig cool fand. Dass dahinter nicht mehr die WAP-Technologie selber stand, sondern im Jahr 2000 auf GPRS umgestellt wurde, war mir egal. Davon merkte ich nichts. Ich hĂ€tte es merken können, denn der General Pocket Radio Service (GPRS) war mit 55 kbit ein Vielfaches schneller als WAP, aber mir fehlte selbstverstĂ€ndlich der Vergleich. Nun startete auch die, vielen sicherlich noch bekannte, AbrechnungsmodalitĂ€t nach Datenvolumen statt Minutentakt (wie noch bei WAP ĂŒblich).

Schnelles mobiles Internet fĂŒr alle: UMTS

Das „nĂ€chste große Ding“ war dann die Versteigerung der UMTS-Lizenzen fĂŒr mehrere Milliarden D-Mark. Ein Unding, da einerseits die Lizenzen so exorbitant teuer waren und andererseits noch der Ausbau des Netzes folgen musste, was von den Providern immense Investitionen abverlangte. NatĂŒrlich zahlten letzten Endes die Kunden, denn geschenkt gibt es nun mal nichts. Deswegen waren zu Beginn der 3G-Ära Flatrates auch noch immens teuer, zumal die entsprechende Hardware noch fehlte. Zu Beginn war da nur das iPhone 3, das ĂŒberhaupt auf das neue Netz zugreifen konnte. So richtig sinnvoll war das Ganze auch nicht, da der UMTS-Ausbau erst noch erfolgen musste. So kĂ€mpften um 2004/2005 sehr viele Early Adopter mit schlechtem Empfang, der sich erst 2006 durch HSDPA besserte.

EDGE, welches Menschen mit Smartphone am Bahnsteigdas GSM-Netz modernisierte kam sogar erst 2008. Viele verfluchen EDGE vielleicht durch die geringe Übertragungsrate, aber vergleichen mit dem alten GPRS-Standard liegen Welten dazwischen. Durch EDGE haben wir nahezu flĂ€chendeckend mobiles Internet. Wie schnell, ist natĂŒrlich die andere Frage. 😊  Seit 2010 haben wir nun LTE und surfen mit bis zu 100 Mbit mobil.

Anbietervielfalt fĂŒr mobilen Internetzugang

Im Gegensatz zu den stationĂ€ren Anbietern ist der mobile Markt recht ĂŒberschaubar. Es gibt eigentlich nur drei Netze mit entsprechenden Anbietern: Telekom (D1), Vodafone(D2), o2 (o2 + E-Plus). Alle anderen Anbieter fungieren als Reseller, meist ĂŒber o2. D2 war jahrelang in der Hand des Konzerns Mannesmann, der aber im Jahr 2000 komplett von Vodafone aufgekauft und aufgelöst wurde. Somit erhielt Vodafone das D2-Netz, ĂŒber das es seit jeder die Hoheit hat. So kurz, so unspektakulĂ€r. Etwas interessanter wird es da schon bei o2, einer Marke der TelefĂłnica. UrsprĂŒnglich hatten wir Mitte der 1990er vier Netze in Deutschland: Telekom D1, Mannemann D2, E-Plus (E1) und Viag Interkom (E2).

Das Interkom-Netz bekam 2002 einen neuen Namen: o2, unter dem man es auch heute noch kennt. 2006 wurde o2 vom spanischen Konzern Telefónica aufgekauft und firmiert seitdem als Tochterunternehmen. Seinen schlechten Ruf wegen der schlechten Netzabdeckung wurde es aber trotzdem nie los. Ganz abgesehen vom Internet hatten viele Nutzer vielerorts nicht einmal Telefonempfang. D1 und D2 waren schon sehr lange gut ausgebaut, o2 hatte immer zu kÀmpfen, sicherlich auch wegen des spÀten Starts und damit verbundener Nachteile.

Aus diesem Grund kam es 2013 zu einem Ă€hnlich großen Deal, wie seinerzeit dem Aufkauf von Mannesmann: TelefĂłnica kaufte kurzerhand den Konkurrenten mit Ă€hnlichen Problemen. Auch E-Plus hatte ewig mit schlechter Netzabdeckung zu kĂ€mpfen. o2 erhoffte sich mit der Zusammenlegung beider Netze eine weitaus bessere Abdeckung. Das hat auch geklappt, aber trotzdem hĂ€ngt das Netz den D-Netzen noch sehr weit hinterher.

Viag Interkom LogoAuch wenn man ĂŒber o2 wegen der schlechten Netzabdeckung schimpfen man, kann man Innovationsarmut nicht vorwerfen. Viag Interkom bot um die Jahrtausendwende eine interessante Möglichkeit fĂŒr seine Nutzer an. Telefonate zwischen den Mobilfunknetzen waren um die Jahrtausendwende geplagt von sehr hohen minĂŒtlichen Kosten Kosten (50 Cent und mehr). Viag Interkom schuf kurzerhand die Homezone-Nummer (spĂ€ter: Genion), mit der Anrufende nur den Festnetzpreis zahlten. Dieser Service wurde 2009 eigentlich eingestellt, ich habe durch meinen Altvertrag trotzdem noch so eine Nummer, so dass mich jeder unter einer Festnetznummer mobil erreichen kann. In Zeiten von Allnet-Flats absolut nicht mehr zwingend nötig, aber trotzdem schenkt man solch einer Festnetznummer irgendwie noch mehr Vertrauen als den Mobilnummern. Außerdem wurde ein Cashback-System eingefĂŒhrt: Wer im VIAG-Netz angerufen wurde, bekam eine minĂŒtliche PrĂ€mie. Wer sich also darin verstand, seinen GesprĂ€chspartner lange am Telefon zu halten, konnte tatsĂ€chlich so Geld verdienen. GlĂŒck hat, wer AltvertrĂ€ge besitzt (bzw. Prepaid-VertrĂ€ge): Ein Freund von mir bekommt immer noch Gutschriften pro angerufene Minute. 😊

Zum Schluss dieses Kapitels möchte ich gerne auf Teltarif hinweisen. DafĂŒr bekomme ich kein Geld. Aber Teltarif ist ein Anbieter, der seit 1997 ĂŒber Neuigkeiten im Telekommunikationsmarkt berichtet. Kontinuierlich, zuverlĂ€ssig. Die Themen schwankten ĂŒber die Jahre hinweg zwischen mehreren Schwerpunkten. ISDN, DSL, Internet-by-Call, Call-by-Call. Alles dabei. Wer einmal in Erinnerungen schwelgen möchte (wie ich beim Schreiben dieser ganzen Zeilen), ist im Teltarif-Archiv sehr gut aufgehoben, in dem man Meldungen von 1998 bis heute findet. ZurĂŒcklehnen und entspannen, aber Zeit mitbringen und die Seite möglichst nicht mobil nutzen:

https://www.teltarif.de/arch/archiv.html

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LTE als Alternative zu DSL

Es ist schon mehrmals in den letzten Zeilen gefallen: Aufgrund der Geschwindigkeit stellt auch LTE mittlerweile neben den Kabel- Internetanbietern eine echte Alternative fĂŒr den Wechsel oder auch erstmal nur einen Probelauf dar. DSL-Anbieter mĂŒssen sich warm anziehen, denn einerseits soll die LTE-Abdeckung lt. Telekom dieses Jahr 98% erreichen. Andererseits ist die Geschwindigkeit (noch) relativ schnell. 22 Mbit wurden 2018 im Schnitt erreicht mit dem mobilen Internet.

Die einzige HĂŒrde stellen die unfairen Volumentarife dar. Um vernĂŒnftig innerhalb der eigenen vier WĂ€nde das Internet nutzen zu können, reichen Tarife mit 10 GB Datenvolumen, 6 GB Datenvolumen oder gar 1 GB Datenvolumen einfach nicht aus. Da kann auch die Telekom nichts herausreißen, die bestimmte Dienste (wie das eigene MagentaTV) aus dem Datenvolumen herausrechnet. Der Service heißt StreamOn. Es gibt auch noch andere Dienste, wie YouTube, Snapchat, Instagram, Facebook, die am Datenvolumen zehren. Gerade fĂŒr YouTube können bei Full-HD-Videos pro Minute gerne mal 30 MB anfallen.

Datenautobahn - LTE als ALternative zu DSLWie gut, dass wir uns gerade in einem Umbruch befinden und die Konkurrenz das GeschĂ€ft belebt. SelbstverstĂ€ndlich haben auch Mobilfunkanbieter bemerkt, welches Potential in LTE schlummert. Deshalb bieten sie schon seit geraumer Zeit Internettarife mit Nur-Daten-Option an (die Telefonnummer gibt es technisch bedingt immer mit dazu). Tarife mit 25-50 GB pro Monat sind schon lange keine Seltenheit mehr. Vielnutzer spricht das aber nicht an. Zumindest nicht jene, die das mobile Internet tatsĂ€chlich als Ersatz fĂŒr einen DSL-Anschluss verwenden wollen. Als kurzfristige Ersatzfunktion bzw. ÜberbrĂŒckung funktionieren solche Tarife gut. Nutzt man hier aber den Prepaid-Tarif, kann der Vertrag nach 6 Monaten ohne Aufladung aber schnell mal gekĂŒndigt werden. So steht es im Kleingedruckten. Und eine regelmĂ€ĂŸige monatliche GebĂŒhr fĂŒr einen 25 GB-Tarif, der nur ab und zu genutzt wird, werden sich die wenigsten ans Bein binden.

Prinzipiell könnte man nun meinen, dass die Mobilfunkanbieter irgendwann einmal erkennen sollte, dass die Zeit fĂŒr echte Flatrates gekommen ist. Nun stecken die Internetanbieter hier aber in einer ZwickmĂŒhle, was den Wechsel erschwert. Rein technisch gesehen sind LTE-Tarife an nichts anderes als normale Mobilfunktarife mit der gleichen Technik. Alles lĂ€uft ĂŒber eine SIM-Karte mit einer Nummer. Werden nun enorm gĂŒnstige LTE-Tarife mit unlimitiertem Datenvolumen eingefĂŒhrt, kann kaum verhindert werden, dass sich jeder solch einen Tarif fĂŒr sein Smartphone holt, statt die Karte in den heimischen Homespot fĂŒr die eigenen vier WĂ€nde zu stecken.

Zudem besteht im Mobilfunk noch viel mehr als beim DSL oder Kabel das Problem, dass das Netz ein Shared Medium, also ein gemeinsam genutztes Medium ist. Nutzen gleichzeitig mehrere Nutzer die gleiche Verbindung, geht fĂŒr alle Teilnehmer die Verbindung gleichsam in die Knie. Noch schlimmer, als beim DSL der Fall ist. Momentan nutzen die Teilnehmer die Verbindungen eher sporadisch, die wenigsten alle gleichzeitig. Dass jemand auf seinem Smartphone ĂŒber das LTE-Netz per Netflix eine komplette Serie am StĂŒck schaut, kommt eher selten vor, da man ja auf das Datenvolumen achten muss. Die Volumentarife bilden also so etwas wie eine Barriere fĂŒr die beliebige Nutzung.

Keine “echten” Flatrates, aber besser als nichts

Somit gibt es zwar Flatrates, aber immer mit einer ganzen Menge an Kleingedrucktem. Die Telekom bot als erste LTE fĂŒr zu Hause an, die Tochter congstar zog mit dem ersten bezahlbaren Tarif und einem „Homespot“ (so etwas wie das DSL-Moden / der Router) in die deutschen Wohnungen ein. Mittlerweile bieten sowohl die Telekom, als auch Vodafone mit dem Gigacube und o2 mit dem eigenen Homespot LTE-Flatrates fĂŒr zu Hause an. Aber immer unter der Maßgabe des Fair Use: Wer zu viel saugt, fliegt. Vodafone bietet die Gigacube-Tarife nicht einmal als echte Flatrates, sondern nur mit sehr hohem Datenvolumen.

Eine Ausnahme bietet der MagentaZuhause-Tarif der Telekom. Dieser soll als DSL-Ersatz dienen, wenn das Gebiet tatsĂ€chlich komplett abgeschnitten ist. Mit solchen Tarifen können die Anbieter dann die Auslastung ihrer Netze besser kontrollieren, als wenn einfach flĂ€chendeckend Flatrates angeboten wĂŒrden. Derartige Tarife sind selbstverstĂ€ndlich teurer als DSL- oder Kabeltarife.

Hybrid-Option

Dann gibt es noch Hybrid-Tarife, die beide Welten vereinen. Die Telekom bietet einen solchen Tarif beispielsweise. Rein technisch gesehen handelt es sich um einen DSL-Anschluss , bei dem bewusst ist, das er nicht konstant die volle Geschwindigkeit liefern kann (zu viele Teilnehmer, schlechte Verkabelung, etc.). Dieser wird ergĂ€nzt von einer LTE-Verbindung. Nun wird immer geprĂŒft, welche Verbindung gerade am zuverlĂ€ssigsten und schnellsten lĂ€uft. FĂ€llt das Festnetz aus, springt LTE ein und vice versa.

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Die Wahl des Internetanbieters

Hier bin ich ganz pragmatisch: Bei der Wahl des richtigen Internet Service Providers kann man kaum etwas falsch machen und doch wiederum alles falsch machen. 😊

Generell ist es erst einmal sinnvoll, sich einen Überblick zu verschaffen, welche Anbieter es eigentlich am eigenen Standort so gibt. DafĂŒr kann man entweder Google bemĂŒhen und die Seite eines jeden einzelnen Anbieters, sei es nun die Telekom, 1&1, PYUR, etc. ansurfen und ĂŒberall einen einzelnen VerfĂŒgbarkeitscheck machen. Das ist sehr zeitaufwendig und gegebenenfalls geht einer einem durch die Lappen. Aus diesem Grund gibt es mittlerweile die praktischen Vergleichsrechner, die einem die Auswahl des gĂŒnstigsten Internetanbieters mit dem grĂ¶ĂŸten Leistungsangebot einfach machen.

Solche Vergleichsrechner stehen und fallen natĂŒrlich mit den hinterlegten Anbietern. Je mehr Anbieter in den Vergleich integriert werden, desto reprĂ€sentativer natĂŒrlich das Ergebnis. Ich habe hier auf der Seite den Check24-Rechner integriert, ĂŒber den schon viele VertrĂ€ge in meinem Bekanntenkreis abgeschlossen wurden. Im Gegensatz zu mir sind alle zufrieden. Aber ich habe ja auch keine Vergleichsrechner genutzt. 😊 Aus dem Reisebereich sind diese Rechner ja schon lĂ€nger bekannt: Man gibt sein Urlaubsziel ein und der gĂŒnstigste Urlaub wird herausgesucht.

Wahl Internetanbieter - Wie Wahl zwischen Äpfeln udn BirnenNun ist es aber so, dass man es von Vertrieblern kennt: Es wird das Blaue vom Himmel versprochen, der Porsche … und geliefert bekommt man dann den Trabi. Vertrieb und Marketing haben leider wenig mit der RealitĂ€t zu tun. Ich spreche aus Erfahrung, da ich ja in der Branche tĂ€tig bin. Es entwickelt sich zwar alles immer mehr Richtung AuthentizitĂ€t hin, aber man muss nur fĂŒnf Minuten Fernsehwerbung schauen, um zu sehen, dass das noch ein weiter Weg ist.

Wenn man sich denn den passenden Internetanbieter ausgesucht hat und entweder wechseln oder neu beauftragen möchte, muss man nur noch das Formular ausfĂŒllen. Letztendlich kann man dann nur probieren oder vorher nach Erfahrungen im Internet Ausschau halten. Foren sind hier eine gute Quelle, da man ĂŒber Googlesuchen generell zu viele Projekte von Affiliates findet oder Seiten, die von den Providern selbst betreut werden. Auch lohnt es sich, nach „[providername] [verbraucherschutz]“ zu googlen, um zu schauen, ob es schon ganz konkrete Probleme von vielen Seiten gibt, denen sich der Verbraucherschutz schon angenommen hat. Ansonsten heißt es nur: Probieren geht ĂŒber studieren. Das „Gute“ daran, wenn Probleme auftauchen ist, dass man gleich mitbekommt, wie gut der Support auf solche Probleme reagiert und sich kĂŒmmert. Sind sowohl QualitĂ€t als auch Support schlecht, sollte direkt der nĂ€chste Anbieterwechsel angestrebt werden. Die eigentliche Buchung ist mittlerweile sehr einfach geworden, leider muss man die Hardware natĂŒrlich dann immer wieder installieren und sich auf neue Vertragspartner einlassen. Außerdem mĂŒsst ihr aufpassen, dass der lĂ€ngste Restzeitraum des Vertrages 6 Monate betragen darf, bevor der neue Anbieter den Wechsel ĂŒbernimmt. In vielen FĂ€llen findet sich irgendwann der passende Anbieter fĂŒr euch. Einerseits muss natĂŒrlich mit dem  Support das Menschliche stimmen (ich verbringe bei PYUR regelmĂ€ĂŸig eine halbe Stunde in einer Warteschleife, natĂŒrlich erst nachdem ich durch einen Ansage-Computer geschleust wurde
), andererseits muss einfach die Technik funktionieren. Irgendwann findet jeder Topf seinen Deckel.

Ein Hinweis zum Vergleichsrechner: Ihr spart kein Geld, wenn ihr euch innerhalb des Rechners den gĂŒnstigsten Provider heraussucht und dann auf seiner Seite separat bucht. Im ungĂŒnstigsten Fall bekommt zahlt ihr dann sogar mehr, da Check24 möglichst versucht, die gĂŒnstigsten Tarife zu bekommen und euch fĂŒr viele Tarife sogar Cashback anbietet.

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Wie lÀuft ein Wechsel des Internetanbieters ab?

Hinsichtlich es Wechsels sind viele Anbieter stark auf User- und Customer Experience bedacht. Wenn es beim Service wĂ€hrend des laufenden Vertrags doch nur auch so wĂ€re. 😊

Wenn sich also ein Wechsel anbahnt und ihr einen neuen Anbieter mit besseren Leistungen oder gĂŒnstigeren Tarifen gefunden habt, könnt ihr gern meinen Vergleichsrechner nutzen, um den Tarif des neuen Anbieters zu buchen. Ein Grund fĂŒr einen Wechsel kann aber auch sein, dass man als VDSL-Nutzer gern einmal einen Kabelanbieter fĂŒr das Internet austesten möchte.

Wichtig ist, dass ihr in etwa noch wisst, wie lange euer Vertrag noch lĂ€uft. Denn vorbei sind die Zeiten, in denen man auf den richtigen KĂŒndigungszeitpunkt warten musste und wĂ€hrend der Wechselfrist entweder doppelt zahlte oder kurzzeitig gar kein Internet hatte. Der Wechsel lĂ€uft mittlerweile nĂ€mlich vollstĂ€ndig ĂŒber den neuen Anbieter ab, der sowohl euren alten Vertrag kĂŒndigt, als auch euch seine neuen Leistungen zur VerfĂŒgung stellt. Und das gilt sowohl fĂŒr Kabel- als auch DSL-Anbieter. Aus diesem Grund könnt ihr im Vergleichsrechner auch die Restlaufzeit eures alten Vertrages angeben, die Einfluss auf den Preis hat. KĂŒndigt ihr also nicht mitten wĂ€hrend eurer Vertragslaufzeit, könnt ihr beim Wechsel schon einmal Kosten sparen. Manchmal ist ein Wechsel aber auch eilig, dann muss man aber auch etwas tiefer in die Tasche greifen.

Im Bestellvorgang werden die ĂŒblichen Daten fĂŒr den Wechsel abgefragt. Es wird zum Beispiel erst einmal geprĂŒft, welche Angebote an eurem Standort ĂŒberhaupt verfĂŒgbar sind (deswegen die Angabe der Vorwahl).

Vertrag mit Internetanbieter schriftlich unterzeichnenDes Weiteren gebt ihr die Vertragsdaten eures derzeitigen Anbieters an. Wenn ihr momentan noch keinen Anbieter habt, sondern eine Neubestellung durchfĂŒhren wollt, dann gebt ihr einfach eure Adressdaten, usw. an. Wichtig ist, dann auch keine restliche Vertragslaufzeit anzugeben.

Was die Internet Service Provider hinter eurem RĂŒcken mauscheln und wie die VertrĂ€ge und Vertragsstrafen gehandhabt werden, kann euch egal sein. Das ĂŒbernimmt alles der neue Internetanbieter fĂŒr euch.

Dann mĂŒsst ihr nur noch auf Nachricht des neuen Internetanbieters warten, der alles Weitere mit euch abklĂ€ren wird. Ob ihr ein Modem / Router benötigt, usw.

Wir können froh sein, dass diese Wechsel mittlerweile so einfach geworden sind. Letztendlich muss man nur noch den geeigneten Anbieter finden und kann sofort loslegen.

Ob das Internet ĂŒbers Kabel etwas fĂŒr einen ist, kann man auch unabhĂ€ngig vom derzeitigen (V)DSL-Anschluss testen. Das die eine Technologie ĂŒber die Kabeldose funktioniert und die andere ĂŒber die Telefondose, können beide Services parallel genutzt werden. Ich selbst habe einige Jahre Internet aus der Telefondose bezogen, wĂ€hrend mein Mitbewohner seinen Anschluss bei einem Kabelanbieter hatte.

Das heißt, man muss sich nur einen monatlich kĂŒndbaren Anschluss aus der Anbieterliste heraussuchen und probiert ihn einfach aus. Allerdings sollte man sich darauf einstellen, dass man zwingend das zur VerfĂŒgung gestellte Kabelmodem benötigt, da die Daten nicht aus dem Telefonanschluss kommen. Möglicherweise rĂŒckt auch ein Techniker an, der die Korrektheit der Dosen ĂŒberprĂŒft und den Zugang ĂŒber den Verteilerkasten im Keller freischaltet.

Andersherum funktioniert es natĂŒrlich genauso. Wer unzufrieden mit seinem Kabelanschluss ist und bei wem die Telefondose nicht immens weit vom derzeitigen Router (bei Nutzung eines eigenen Routers, der in der NĂ€he der Kabeldose stehen wird) entfernt ist, der kann ruhig einmal die Geschwindigkeit und StabilitĂ€t von DSL ausprobieren und statt eines Wechsels erst einmal einen Test fahren. Allerdings sind DSL-Anbieter mit monatlicher KĂŒndigungsfrist noch etwas rarer gesĂ€t als die Kabelanbieter mit monatlicher KĂŒndigungsmöglichkeit.

That’s it!

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Service ist wichtig bei der Wahl des Internetproviders

Aus meinen weiter oben geschilderten Erlebnissen kommt schon heraus: Service und Erreichbarkeit sind bei der Wahl des Internetproviders sehr wichtig. Im besten Fall funktioniert alles nach dem Prinzip Plug&Play. Modem / Router einstöpseln und los geht’s! Leider ist das eben nicht immer der Fall. Selbst wenn die Leitung einwandfrei funktioniert. Mal streikt das Modem / Router. Mal blockiert einfallende Strahlung (DVB-T, LTE, 
) die Kabel, oderoderoder.

Das Problem des 1st Level Supports

Pragmatische Lösung zur UnterstĂŒtzung eines scheif wachsenden Baums: StĂŒtzeNach meiner Erfahrung sind Provider empfehlenswert, die Dinge auch pragmatisch angehen. Bei PYUR ist das leider nicht der Fall. Probleme werden nach Schema F abgehandelt. Die Support-Hotline ist mit einem First-Level-Support besetzt, an dem man auch nicht vorbeikommt. Wer sich mit dem System nicht auskennt: Diese Leute sind Callcenter-Mitarbeiter, die grundlegend technisch geschult sind (bestenfalls), aber denen bei komplizierten Problemen die HĂ€nde gebunden sind, da sie keine Möglichkeiten haben, remote / aus der Ferne tiefer in die Technik einzusteigen. Ihnen sind einfach die HĂ€nde gebunden. Sie sind vorrangig da, um dem Anrufenden ein gutes GefĂŒhl zu geben, ihn zu beruhigen. Sie geben einem das GefĂŒhl, dass einerseits sie sich um das Anliegen kĂŒmmern (und manchmal können sie das Problem sogar lösen) und wenn sie es nicht schaffen, dass sie das Problem an die richtigen Stellen weiterleiten. Das deckt sicherlich auch so 60% der Supportanliegen ab. Manchmal reicht ein Neustart des Modems oder des Rechners und das Problem ist beseitigt. Anders arbeitet auch der IT-Support in großen Unternehmen nicht („Haben sie den Rechner schonmal neu gestartet? Nein? Dann tun sie das mal. 
 Geht wieder? Prima! Schön, dass ich helfen konnte.“) Die restlichen 40% können aber damit nicht abgedeckt werden. Statistisch löst der 1st Level Support somit den Großteil der Probleme. Die anderen? Naja 
 manches regelt sich von selbst. 😉 Das vorrangige Problem daran: Es gibt fĂŒr auftretende Probleme, egal welcher Art, einen sehr stumpfen, festgelegten Prozess, von dem auch nicht abgewichen wird. Das ist Gift! Sagen wir, von den restlichen 40% werden 50% der SupportfĂ€lle durch den festen Prozess beseitigt (siehe meine Erfahrungen: Schicken eines Servicetechnikers). Bleiben immer noch 20%, die einfach nicht gelöst werden.

Nun kann man leider den Support nicht vorher testen. Wenn man als Neukunde anruft, kommt man ja nicht beim Support heraus, sondern beim Vertrieb. Und der ist immens kompetent darin, einem das eigene Produkt als das beste anzupreisen, genauso wie den Support. Diese Aussagen sind nichts wert, solange man sich nicht selbst davon ĂŒberzeugen konnte.

Erfahrungen von Dritten einholen

Support-Mitarbeiter am Telefon - TelekommunikationsbrancheUnd hier kommt wieder das Internet ins Spiel. Die moderne Welt ist immens geprĂ€gt von Transparenz. Es gibt unzĂ€hlige Foren oder Bewertungsportale, in denen Nutzer Erfahrungen mit Unternehmen hinterlassen. Und so auch Erfahrungen mit Internet Service Providern. Letztendlich mache ich mit dieser Webseite auch nichts anderes, wenngleich ich keine Sterne vergebe. Aber Vorsicht, einige Seiten sind auch Fake und bieten keine echten Nutzermeinungen ab. Ich empfehle tatsĂ€chlich, sich durch Foren und Blogs zu wĂŒhlen. Keywords fĂŒr eine Google-Suche wĂ€ren beispielsweise „forum internet anbieter service support erfahrungen“. Es gibt auch einige unabhĂ€ngige Tests durch Journalisten, wobei hier hĂ€ufig die Geschwindigkeit und nicht der Support getestet werden.

Nachdem man sich nun fĂŒr einen Anbieter entschieden hat, kann man ihn austesten. Wenn es Probleme gibt und der Support nicht hilft, muss man leider zum nĂ€chsten wechseln und sich den Stress geben. Aber auch das gehört zum Service: ein unkomplizierter Wechsel.

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F.A.Q.

NatĂŒrlich gibt es auch Fragen, die einfach immer wieder in Bezug zum Anbieterwechsel oder einem Internetvertrag aufkommen. Diese möchte ich hier angehen.

Muss ich das zur VerfĂŒgung gestellte Modem nutzen?

Ganz kurz und ganz klar: NEIN. Egal, was in den VertrĂ€gen steht. Manchmal wird es noch versucht, auf die Werks-Modems zu drĂ€ngen, darauf muss man sich aber nicht einlassen. Manche möchten sogar nicht einmal ein Modem oder einen Router zugesendet bekommen, da die Internetanbieter dafĂŒr nicht selten auch noch Versandkosten berechnen. Ich habe damit kein Problem, da dann ein ErsatzgerĂ€t im Haus ist, aber manche nervt diese GĂ€ngelung und man muss sich darauf nicht einlassen. Mitte 2016 wurde ein entsprechendes Gesetz erlassen, welches den vertraglichen Routerzwang fĂŒr nichtig erklĂ€rte.

Moden des Internetanbieters - Anzeigen leuchtenBei der Nutzung eigener GerĂ€te statt des zur VerfĂŒgung gestellten Modems oder Routers wird gerne auf fehlenden Support bei eigenen GerĂ€ten hingewiesen. Das ist nur zum Teil richtig. Solange man nachweisen kann, dass der Fehler gerĂ€teunabhĂ€ngig ist (deswegen behalte ich gern das zur VerfĂŒgung gestellte GerĂ€t zum Testen), ist der Internetdienstanbieter verpflichtet, die MĂ€ngel zu beseitigen. Er kann sich nicht auf eine ungĂŒltige Vertragsklausel berufen. Wichtig ist aber, sich sicher zu sein, dass kein GerĂ€tefehler vorliegt. Denn wenn der Techniker geschickt wird und es stellt sich heraus, dass doch der eigene Router einen Defekt aufweist, kann es passieren, dass die Rechnung fĂŒr diesen Außeneinsatz bei einem selbst im Briefkasten landet.

Wann habe ich ein SonderkĂŒndigungsrecht?

Hinweise zum SonderkĂŒndigungsrecht findet man meist nur im Kleingedruckten der VertrĂ€ge. Es ist also praktisch, generell zu wissen, wann SonderkĂŒndigungsrechte bestehen. Es ist nĂ€mlich nervig, bei Unzufriedenheit auf die KĂŒndigungsfrist achten zu mĂŒssen und dann auch noch die Mindestvertragslaufzeiten auslaufen zu lassen.

Fehlerhafte Leistung

Ganz allgemein formuliert, besteht immer ein SonderkĂŒndigungsrecht, wenn vertraglich zugesicherte Leistungen einfach nicht geliefert werden. Allerdings muss vor der SonderkĂŒndigung eine Nachbesserung vom Internetanbieter eingefordert werden. Kommt dieser der Aufforderung nicht nach oder kann schlicht nicht nachbessern (bei zu geringer Geschwindigkeit hĂ€ufig unmöglich), besteht ein SonderkĂŒndigungsrecht.

Nicht-Akzeptanz geÀnderter AGB

Allgemeine GeschĂ€ftsbedingungen Ă€ndern sich im Laufe der Zeit, werden angepasst, modernisiert und aktuellen Entwicklungen angepasst. Allerdings muss man als Internetnutzer diesen Änderungen nicht immer zustimmen. Immerhin hat man den Vertrag auf die alten AGB hin abgeschlossen und deswegen besteht bei jeder Änderung der GeschĂ€ftsbedingungen fĂŒr Kunden auch immer ein SonderkĂŒndigungsrecht. Meist wird in der Mitteilung solcher Änderungen sogar extra darauf hingewiesen.

Umzug

Mitnahme Internetvertrag bei Umzug - Person ĂŒbergibt neuen Mietern WohnungsschlĂŒsselZiehe ich um, kann ich unter bestimmten Voraussetzungen vom SonderkĂŒndigungsrecht Gebrauch machen. Allerdings nur, wenn der bisherige Anbieter in der neuen Wohnung die bisherigen Leistungen nicht erbringen kann. Kann der Anbieter am neuen Standort die vereinbarten Leistungen erbringen, ist die SonderkĂŒndigung gegenstandslos. Also lohnt es sich nicht, einfach umzuziehen, wenn man mit seinem Internetprovider nicht zufrieden ist. 😉 Viele Anbieter erleichtern allerdings auch den Wechsel.

Kulanzregelungen

Das Leben ist nicht immer im Voraus planbar, allerdings kann das nicht immer zu Lasten de3r Vertragspartner gehen. So gibt es diverse Entscheidungen, die keine SonderkĂŒndigung rechtskrĂ€ftig machen, aber aus Kulanz gewĂ€hrt werden.

Was kann ich bei Störungen mit dem Internet tun und wie kommt es zu solchen Störungen?

Störungen können ĂŒberall vorkommen. Internet Service Provider garantieren nie eine 100%ige VerfĂŒgbarkeit ihrer InternetzugĂ€nge. Man muss also nicht gleich mit Fackel und Mistgabel losziehen, um dem bösen Provider den Garaus zu machen, sondern kann oft selbst Hand anlegen. Das sollte man auch, denn ein unnötig geschickter Techniker ist einerseits oft stinkig und andererseits kann er einem auch in Rechnung gestellt werden. Das kommt selten vor, aber die Gefahr besteht.

Gleichzeitige Nutzung vieler Teilnehmer

Allen DSL-, Mobilfunk- und Kabelvarianten ist gemein, dass die Geschwindigkeit sehr von der Nutzung des Netzes abhĂ€ngt. Gehen also gleichzeitig alle online und fangen an, fleißig Daten zu ĂŒbertragen bzw. zu downloaden, geht die Geschwindigkeit fĂŒr alle in die Knie. Das heißt, dass unregelmĂ€ĂŸige Verbindungsraten nicht zwangslĂ€ufig einen Defekt als Ursache haben mĂŒssen. Man kann erst einmal schauen, ob sich nach einer halben Stunde die Lage gebessert hat und der Zugang wieder nutzbar ist. Die Netze sind allesamt nicht darauf ausgelegt, dass alle Teilnehmer gleichzeitig unter Volllast darauf zugreifen. Sie sollten darauf ausgelegt sein, wenn sie so angeboten werden, sind sie aber nicht. Im DSL-Bereich merkt man nach Feierabend und generell an Wochenenden einen leichten Einbruch in der Bandbreite. Im Mobilfunk bemerkt man dies Silvester immer ganz gut, wenn die Netze ĂŒberlastet sind und selbst Whatsapp-Nachrichten erst fĂŒnf Stunden spĂ€ter ankommen. Bestehen jedoch kontinuierlich solche Lastspitzen, sollte man sich schon bei seinem Internetdienstanbieter melden und die Kritik anbringen.

Wann sollte man das tun?
  • Schwankende Bandbreite
  • Komplettem Ausfall des Internets
  • Stockender AnrufqualitĂ€t bei Voice over IP

Probleme bei Verteilung

Es kommt auch vor, dass Netzbetreiber mehr Teilnehmer auf ihre Vermittlungspunkte schalten, als fĂŒr diese eigentlich gut ist. Sollte also kontinuierlich sehr schwankender Datendurchsatz gemessen werden, kann man sich bei deinem Internetanbieter beschweren. Sollte der sich querstellen, kann nichts anderes tun als zu wechseln. Gegebenenfalls bringt ein Wechsel nichts, da der neue Anbieter die gleichen Probleme aufweist. Dann könnte man ĂŒber einen technischen Wechsel nachdenken, also von DSL zu Kabel zu wechseln oder vice versa. LTE stellt mittlerweile auch eine ĂŒberlegenswerte Alternative dar.

Wann sollte man das tun?
  • Schwankende Bandbreite
  • Komplettem Ausfall des Internets
  • Stockender AnrufqualitĂ€t bei Voice over IP

Modemneustart

Es klingt blöd (nicht ganz so blöd wie der nĂ€chste Tipp, aber immer noch blöd). Versucht einfach einmal, euer Modem neu zu starten. Viele erwarten von diesen kleinen Boxen Wunder. Sie sollen monate- oder jahrelang ohne Probleme funktionieren. Was aber viele vergessen: diese kleinen Modems sind nicht einfach technische Ersatzteile, es sind kleine Computer. Sie zeichnen Datenströme auf und können Datenpakete regulieren. Das heißt, sie können auch einmal abstĂŒrzen. Dann kann man mit ihnen Ă€hnlich verfahren, wie mit anderen eingefrorenen Computern: ausmachen, Netzkabel ziehen (ggf. noch Datenkabel), warten, wieder einstecken, wieder anschalten. Ungelogen, so habe ich ĂŒber ein Jahr lang meine Internetprobleme gelöst.

Rechnerneustart

Dieser Punkt sollte eigentlich vor dem vorherigen stehen. Das GerĂ€t, welches gerade Probleme mit der Verbindung hat, sollte erst einmal als Fehlerquelle ausgeschlossen werden. Das heißt, ihr könntet zuerst einmal die WLAN-Verbindung trennen und wieder aktivieren oder das Netzwerkkabel ziehen und wieder reinstecken. Es kann manchmal zu temporĂ€ren Problemen kommen, die durch einen Neustart der Netzwerkverbindungen behoben werden können. Alternativ kann man innerhalb der Systemsteuerung in Windows (Netzwerkeinstellungen) auch einmal die komplette betreffende Netzwerkverbindung unterbrechen. Hilft das alles nichts, kann man den Rechner auch komplett ausschalten und wieder einschalten. Der IT-Support großer Firmen hat mit dieser Methode unheimlich viele Probleme schon gelöst. 😊

Wann sollte man das tun?
  • Schwankende Bandbreite

Defekte an Kabeln

Kabelmodems und die verwendete Peripherie sind etwas störanfĂ€lliger als DSL- bzw. DSL-Leitungen. Durch den Einsatz von Koaxialkabeln ergeben sich die gleichen Nachteile, wie bei Koaxialkabeln generell. Ist die Abschirmung der Kabel nicht ideal, können Ă€ußere StöreinflĂŒsse, wie Strahlung den Datenfluss beeintrĂ€chtigen. Kommt es zu einem Kabelbruch innerhalb des Kabels, kommt es nicht sofort zum Totalausfall, sondern erst einmal zu unerklĂ€rlichen Störungen. Ein Kabelbruch in Telefonkabeln fĂŒhrt hĂ€ufig gleich zum Totalausfall. Somit sollte man bei einer Störung tatsĂ€chlich erst einmal versuchen, ein anderes Kabel anzuschließen. Außerdem ist die QualitĂ€t des Kabelnetzes sehr entscheidend. Ein zu niedriger oder zu hoher Pegel kann sich sehr in der QualitĂ€t niederschlagen. Ein Anruf beim Support sollte ausreichen, da selbst der 1st Level Support bei Kabelanbietern die PegelstĂ€rke messen kann. Die können auch remote das Modem neustarten.

Kabelprobleme können aber nicht nur bei Kabelanbietern vorkommen, diese sind aber störanfÀlliger. Habt ihr eine inkonsistente DSL-Verbindung könnt ihr auch versuchen, ob ein Wechsel des Kabels eine Besserung bringt.

Wann sollte man das tun?
  • Schwankende Bandbreite
  • Komplettem Ausfall des Internets
  • Stockender AnrufqualitĂ€t bei Voice over IP
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Gibt es ein Fazit?

Ein konkretes Fazit gibt es nicht. Wie sollte es das auch? Immerhin hat jeder andere PrioritĂ€ten und Vorstellungen von seinem Internetanbieter und der Nutzung des Internets generell. Die einen wollen möglichst ohne Internetnutzung auskommen und nur notfalls mal eine Information nachschlagen, die anderen wollen minĂŒtlich auf ihr Handy schauen, um die neuesten Informationen aus den sozialen Medien nicht zu verpassen. Wiederum andere bingen (Bingewtaching, siehe Wikipedia) sich durch das komplette Netflix-Angebot (oder Prime Video oder maxdome, oderoderoder). Und dann gibt es auch noch die, die das Internet beruflich brauchen. Und das sind gar nicht wenige, wenn man einmal an Homeoffice denkt. Oder den Online-Journalismus. Und die Verbindung der privaten und beruflichen Nutzung (Binge-Blogs, Filmrezensionen, Games-Rezensionen,
) Es gibt sehr viele Bereiche, in denen eine stabile und schnelle Internetverbindung dringend notwendig ist. Und das nicht nur fĂŒr den Heimanwender, sondern auch mobil.

Deswegen kann ein Fazit sich nur am tatsÀchlichen Nutzen orientieren:

  • Brauche ich durchgĂ€ngig gute Geschwindigkeit? Aus meiner Erfahrung und der Erfahrung aus meinem Umfeld sind dann Kabelanbieter nicht die richtige Wahl. Wenn alles funktioniert, ist es gut. Aber wehe, man benötigt einmal den Service

  • Brauche ich einen schnellen Upstream (Uploads, Softwareentwicklung)? Wer tatsĂ€chlich eine schnelle Uploadgeschwindigkeit benötigt, sollte lieber einen DSL- statt eines Kabelanschlusses wĂ€hlen. Das VerhĂ€ltnis zwischen Upstream / Downstream ist dort besser. Ergo hat man eine schnellere Uploadgeschwindigkeit.
  • Brauche ich beim Mobilfunk eine flĂ€chendeckende Abdeckung? Dann eignet sich o2 eher weniger und die Wahl sollte in die D-Netze fallen. Ich selber nutze
  • Möchte ich gerne noch Fernsehen zusĂ€tzlich nutzen? Dann könnte ein Kabelanbieter wie PYUR, Vodafone Kabel Deutschland oder Unitymedia die richtige Wahl sein.
  • Wie viel Datenvolumen werde ich voraussichtlich benötigen? (abhĂ€ngig von den genutzten Services) Dann könnte ein Datentarif mit hohem Datenvolumen ggf. ausreichen.
  • Wie viel bin ich bereit, monatlich auszugeben? Preislich sehr gĂŒnstige Angebote machen leider meist Abstriche in der Leistung. QualitĂ€t hat auch beim Breitband-Internet seinen Preis.
  • Nutze ich den Service auch geschĂ€ftlich (Homeoffice, SelbststĂ€ndigkeit)? Dann sollte man keine Abstriche beim Preis machen und voll auf QualitĂ€t setzen. Ich spreche aus Erfahrung, da ich das ein oder andere Mal im Homeoffice ohne Internet saß


Generell lĂ€sst sich sagen, wenn Geld keine Rolle spielt, sollte man erst einmal versuchen, einen Vertrag bei der Telekom zu erhaschen. Durch ihr langes Bestehen hat sie auch eine immense Erfahrung in dem Bereich und auch die Geldmittel fĂŒr den Ausbau. Das gilt sowohl fĂŒr den Mobilfunkbereich, in dem das D1-Netz Spitzenreiter in der Abdeckung und Geschwindigkeit ist, aber auch im Bereich der Telefonie und DSL. Diese in der Regel hohe QualitĂ€t lĂ€sst sich die Telekom aber gut bezahlen und schneidet in reinen Preisvergleichen nicht so gut ab. FĂŒr PreisfĂŒchse sind Magenta- oder D1-Angebote eher nichts. Wer in seinem Umkreis (Nachbarn, nahe wohnende Freunde) von guten Erfahrungen mit Kabelanbietern hört, fĂŒr den ist tatsĂ€chlich, trotz meiner eher schlechten Erfahrungen der Wechsel hin zu Internet ĂŒber Kabel die beste Wahl. Wenn es funktioniert, funktioniert es meist gut und schnell. WĂ€hrend durch den schlechten Ausbau (bedingt durch das kostengĂŒnstigere Vectoring) die DSL-Geschwindigkeit in den meisten Gebieten „nur“ bei 100 Mbit liegt, bietet das Kabelinternet theoretisch 1 Gbit (1.000 Mbit). In einigen Ballungszentren sind solche InternetanschlĂŒsse sogar schon im Angebot. GĂ€ngig sind aber 200 Mbit, was fĂŒr jegliche Anwendungsbereiche ausreichen dĂŒrfte.

Im Mobilfunkbereich stellt das D2-Netz den besten Kompromiss zwischen Preisen und Abdeckung dar. Ich habe jahrelang D2 genutzt und war immer zufrieden. Allerdings war das noch zu Zeiten, als das mobile Internet in den Kinderschuhen steckte. Ich nutzte somit nur WAP, Telefon und SMS, aber die immer zuverlĂ€ssig. Ich kenne allerdings auch viele, die auf D1 schwören. FĂŒr meinen Einsatzzweck reicht ein kleiner Free-Tarif von o2.

Wie oben schon erwĂ€hnt, kann ich selbst von PYUR aber nur abraten. Aber selbst die Servicetechniker sagen, dass bei Kabelanbietern die Wahl letztendlich nur zwischen Pest und Cholera besteht. So ist das bei Quasi-Monopolen leider: Der Service muss nicht unbedingt gut sein, da der Anwender letztendlich kaum eine Wahl hat, wenn er sich fĂŒr den Kabelanschluss entscheidet, da die Gebiete unter den Anbietern aufgeteilt sind.

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Quellen:

Eigene Erfahrungen und Quellen

Wikipedia:

https://de.wikipedia.org/wiki/Breitband-Internetzugang
https://de.wikipedia.org/wiki/Geschichte_des_Internets
https://de.wikipedia.org/wiki/Chronologie_des_Internets
https://de.wikipedia.org/wiki/Internetdienstanbieter
https://de.wikipedia.org/wiki/Verizon_Communications
https://de.wikipedia.org/wiki/VIAG_Interkom
https://de.wikipedia.org/wiki/Kabelmodem

Teltarif:

https://www.teltarif.de/telekom-lte-netzausbau/news/76772.html
https://www.teltarif.de/dsl-rueckblick-zehn-jahre/news/34773.html

Weitere Quellen:

https://www.onlinekosten.de/internet/routerzwang/
https://www.computerbild.de/artikel/cb-Aktuell-DSL-Provider-Umfrage-Kundenzufriedenheit-3043275.html
https://www.bmvi.de/DE/Themen/Digitales/Breitbandausbau/Breitbandatlas-Karte/start.html
https://www.tagesschau.de/inland/internet-breitband-101.html
https://t3n.de/news/kupferrepublik-deutschland-steht-1176219/
https://www.netplanet.org/geschichte/deutschland.shtml
https://www.heise.de/newsticker/meldung/Das-waren-die-Roots-Wie-das-Internet-nach-Deutschland-kam-120535.html
https://www.presseanzeigen24.com/artikel/medien-kultur/so-schnell-surft-deutschland-computer-bild-testet-kabel-und-dsl-geschwindigkeit/44707.html
http://www.schleckysilberstein.com/2014/08/kein-scheis-23-millionen-menschen-zahlen-noch-fur-aol-abos/
https://www.stern.de/digital/online/aol–2-1-millionen-nutzer-waehlen-sich-noch-mit-cds-ins-internet-ein-6207480.html
https://t3n.de/news/geschichte-mobiles-internets-537616/
https://www.notebookcheck.com/Warum-wir-alle-schnelles-Internet-benoetigen.430225.0.html

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